Bericht
GRÜNE JUGEND Augsburg zeigt Stacheln gegen Neonazi-Aufmarsch
Mal wieder haben sie es versucht, die Neonazis aus - zumindest -
Süddeutschland. Sie wollten Augsburg zu dem Ort machen, an dem sie ihre
menschenverachtende Propaganda an den Mensch bringen, und zum Glück
sind sie dabei - auch mal wieder - gescheitert. Ein breites Bündnis
politischer und gesellschaftlicher Gruppierungen hatte nämlich zum
Widerstand geblasen und viele Menschen waren gekommen. Die GRÜNE JUGEND
beteiligte sich an der "Grünen Putztruppe gegen Rechts" und kehrte,
wenn sie nicht gerade mithalf, das zutiefst bestürzende Gerede der
Neonazis niederzubrüllen, den "braunen Dreck" von den Straßen der
Stadt. Und, wie gesagt, allein war sie nicht, es waren gar ziemlich
viele Leute gekommen, um bei der Putztruppe oder den anderen großen
antifaschistischen Aktionen des Tages mitzumachen. In etwa bei der
großen Demonstration mit anschließendem Fest der Kulturen, zu
welchem man sich vor dem Rathaus auf dem steinalten Rathausplatz
versammelte.
Was aber viele der Gegendemonstrant_innen fast ebenso erfreute wie
das gelungene kollektive "auf-der-Straße-sein-Gesicht-gegen-Rechts-zeigen", war, dass es doch ein
ziemlich kleines Grüppchen an Neofaschisten war, dass sich da in die
Augsburger Innenstadt verirrt hatte. Natürlich, auch zwei Neonazis
wären noch immer unhinnehmbar zu viele, aber es ist doch ein positives
Zeichen, wenn die Geschichtsrevisionisten offenbar nicht mehr ganz so
viel Strahlkraft haben. Obwohl, beängstigend viele junge Menschen waren
immer noch unter den Anhängern des "Gedenkmarsches". Sicher ein Punkt,
gegen den die Politik entschlossen vorgehen muss. Wir können
schließlich in keinem, in wirklich absolut gar keinem Fall zulassen,
dass sich faschistisches Gedankengut auf den Straßen der Welt wieder
mehr Zuhörer sucht, wir müssen es stoppen, wenn es um sich greift. Wir
müssen da wohl, ganz einfach, Stacheln zeigen!
von Jakob Wunderwald

