Bericht
GRÜNE JUGEND München sagt Nein zu ACTA
Derzeit wird weltweit über ein multilaterales Abkommen namens
"Anti-Counterfeiting Trade Agreement", kurz ACTA verhandelt.
Der Grund für ACTA soll die Verbesserung des Kampfes gegen
Produktpiraterie sein. Die Verhandlungen laufen seit 2008 und sollen
dieses Jahr abgeschlossen werden. Teilnehmende Staaten sind die
Schweiz, die USA, die EU, Kanada, Japan, Korea, Singapur, Australien,
Neuseeland, Mexiko, Jordanien, Marokko und die Vereinigten Arabischen
Emirate.
Die GRÜNE JUGEND München sieht ACTA, vor allem aufgrund der mangelnden
Transparenz bei der Gesetzesfindung, sehr kritisch. Außerdem scheint
ACTA einen Meilenstein in Richtung Internetzensur darzustellen.
Charly Roderer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München erklärt: "Wir
fordern zunächst mehr Transparenz und Informationen über das geplante
Abkommen. Die bisherige Vorgehensweise widerspricht jeglicher
demokratischen Beschlussfindung und schafft große Zweifel an der
Intention dieses Gesetzesentwurfs " Dominik Krause, Sprecher der GJM,
fügt hinzu: „Die bisher bekannten Inhalte von ACTA widersprechen
unseren Vorstellungen einer digitalen Gesellschaft. ACTA ist ein
klarer Rückschritt in der Urheberpolitik und schafft ledliglich den
Rahmen für eine übermässige Kontrolle des Internets."
Die GRÜNE JUGEND München wird sich der Kundgebung am 11.2.2012 um
12:30 am Stachus zusammen mit Bündnis 90/ Die Grünen, den Piraten und
zahlreichen Anderen anschließen.
Für eine ausführlichere Begründung beachten Sie bitte die Ausführungen
des Bundesverbandes: http://www.gruene-jugend.de/show/1065472.html
