Am kommenden Mittwoch wird die CSU-Landtagsfraktion über eine Rückkehr zu einer Regeldauer des Gymnasiums von neun statt acht Jahren abstimmen. Die GRÜNE JUGEND Bayern weist auf die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform des bayerischen Bildungssystems hin.

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Es ist höchste Zeit Sicherheit für den im Herbst startenden Gymnasialjahrgang und die Schüler*innen und Lehrer*innen auf bisherigen Pilotschulen zu schaffen. Wir fordern ein Ende des Leistungsdrucks und der hohen Belastung. Die Rückkehr zu neun Schuljahren und somit mehr Zeit zum Lernen und um sich zu entwickeln muss jetzt gegangen werden. Doch viel wichtiger ist eine grundlegende Reform des bayerischen Bildungssystems. Wir setzen uns für eine inklusive Gemeinschaftsschule ein, in der alle Schüler*innen bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen. Der Druck in der vierten Klasse muss endlich der Vergangenheit angehören!“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern: „In der politischen Debatte wird die Frage was und wie gelernt wird vernachlässigt, dabei kommt es gerade darauf an. Genauso wie der Landesschüler*innenrat fordern wir mehr politische Bildung und die Möglichkeit Demokratie an Schulen praktisch zu erlernen, dafür muss basisdemokratische Mitbestimmung ausgeweitet werden. Vor allem die Form der Leistungsmessung gehört reformiert: Menschliche Fähigkeiten sind viel zu komplex und vielfältig, als sie in einer linearen Notenskala gerecht abbilden zu können. Deshalb fordern wir durchgängig individuelle Lernberichte, die nach und nach das bisherige Notensystem abschaffen!“

Unser ausführliches Konzept für eine Bildung für alle kann hier nachgelesen werden: https://www.gj-bayern.de/wp-content/uploads/tl_files/Beschluesse/2013_04_wuerzburg_bildungfueralle.pdf