Pressemitteilung
Datensammelwut muss ein Ende haben
Anlässlich des 4. Internationen Datenschutztags spricht sich die
GRÜNEN JUGEND Bayern gegen den erneuten Vorstoß der Staatsregierung die
SchülerInnen-ID einzuführen aus. Die SprecherInnen appellieren an die
FDP-Fraktion sich in dieser Frage an die ihre eigenen
Parteitagsbeschlüsse zu halten und dem Entwurf die Zustimmung zu
verweigern.
"Wir wenden uns gegen die Datensammelwut der Staatsregierung. Die
geplante Datenbank steht dem Grundsatz der Datensparsamkeit und
Datenvermeidung entgegen. Sie ist nicht notwendig um die nötigen
Reformen im Bildungsbereich anzupacken", erklärt Eva Pumpurs
(Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern), "des Weiteren möchten wir die
FDP-Fraktion an den FDP-Parteitagsbeschluss aus dem Jahr 2008 erinnern,
der die Einrichtung einer Datenbank über die Schülerinnen und Schüler
grundsätzlich ablehnt."
Die FDP hatte im April 2008 einen Beschluss zur SchülerInnen-ID
gefasst, in dem es wörtlich heißt: "Die FDP lehnt die Einrichtung einer
Schülerdatenbank ab, da es sich dabei um einen unverhältnismäßigen
Eingriff in die Privatsphäre handelt und sie überdies zur Analyse der
Bildungssituation in Bayern unnötig ist."
"Es besteht selten Einigkeit mit der FDP, aber diesen Beschluss von
2008 könnten wir unterschreiben. Schade, dass er jetzt kaum mehr das
Papier wert ist, auf dem er geschrieben steht. Lässt er doch eigentlich
keinen Spielraum für Interpretationen unter welchem Umständen die Daten
doch noch erhoben werden dürften.", fordert Florian Sperk (Sprecher der
GRÜNEN JUGEND Bayern) und fährt fort: "Letztlich zeigt diese Verhalten
der FDP nur, dass sie nicht nur den gesunden Menschenverstand, sondern
auch ihren eigenen Inhalte über Bord wirft, um der CSU als
Steigbügelhalter dienen zu dürfen."
Neben der bayrischen FDP und der GRÜNEN JUGEND Bayern lehnt auch der AK Vorratsdatenspeicherung die SchülerInnen-ID ab.
