Pressemitteilung
GRÜNE JUGEND Bayern: Sicherheit reicht nicht - wir wollen Frieden
Wie jedes Jahr treffen sich auch dieses Jahr Verteidigungsminister,
Rüstungs- und Terrorismusexperten, Waffenlobbyisten und Diplomaten aus
der ganzen Welt in München, um über die globale Sicherheit zu beraten.
Und wie jedes Jahr wird auch 2010 dieser privaten Veranstaltung jedwede
Transparenz und eine mündige Öffentlichkeit fehlen, und damit die
Grundlage für einen nachhaltigen Frieden. Es darf gefragt werden, worin
der Erfolg einer solchen Veranstaltung zu sehen ist und wozu sie mit
polizeilichen Mitteln derart unterstützt werden muss, wenn die Welt
seit Jahren nur unsicherer und kriegerischer wird.
"Seit Jahren demonstriere ich gegen diese private Veranstaltung
hinter geschlossen Türen", erklärt Florian Sperk (Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern) und erläutert: "Es ist schlicht nicht einzusehen, wieso
friedliche Demonstranten, die ein demokratisches Grundrecht wahrnehmen
mit Repression rechnen müssen, während gleichzeitig eine demokratisch
kaum legitimierte Veranstaltung zur globalen Sicherheit abläuft."
Zunehmend ist auch der Erfolg der Sicherheitskonferenz in Frage
zu stellen. Die neuerliche Änderung in der Ausrichtung der
Sicherheitskonferenz hin zu mehr zivilem Aufbau, Einbeziehung von NGOs
und weg von rein militärischen Lösungen ist zwar ein richtiger Schritt,
aber er reicht nicht aus. Frieden und damit Sicherheit gibt es nur
durch breite gesellschaftliche Bündnisse und einen Konsens jenseits von
militärischen Mitteln. Der Weg dorthin lautet Demokratie.
"Aber genau die fehlende demokratische Legitimation ist das
Problem", erläutert Eva Pumpurs (Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern)
und fügt hinzu: "Demokratie bedeutet eben zuhören und hinsehen und
nicht Pläne in Hinterzimmern schmieden. Solange die
Sicherheitskonferenz privat ist, ist von ihr nichts zu erwarten."
