Am vergangenen Wochenende trafen sich im Naturfreundehaus in Pleinfeld 30 junge Grüne zum Landesrat der GRÜNEN JUGEND Bayern mit dem Thema „Biodiversität und Artenschutz“. Delegierte aus den Kreis- und Bezirksverbänden des Verbandes diskutierten und beschlossen zahlreiche Forderungen zum Schutz der Artenvielfalt in Bayern.

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Die Bedrohung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren ist seit langem alarmierend. Es braucht endlich wirksame Schutzmaßnahmen! Streuwiesen und Biotope als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sollen in allen Kommunen ausgebaut werden. Besonderer Schutz ist in Nationalparks möglich. Wir unterstützen das Vorhaben, einen dritten Nationalpark im Jahr 2017 zu schaffen und fordern eine sachliche Debatte mit den Bürger*innen vor Ort. Perspektivisch setzen wir uns dafür ein, dass sowohl der Naturpark Spessart, das Biosphärenreservat Rhön sowie der Steigerwald als Nationalpark ausgewiesen werden. Auch außerhalb besonderer Schutzgebiete muss der Schutz von Tieren gewährleistet sein. Treibjagden lehnen wir ab und fordern stattdessen natürliche Fressfeinde, beispielsweise Luchse, wieder anzusiedeln.“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Ein Hotspot der ökologischen Vielfalt sind die Alpen, hierfür trägt Bayern eine besondere Verantwortung. Obwohl 1991 erstmals eine Konvention zum Schutz der Alpen verabschiedet wurde, läuft die verbindliche Umsetzung der Zielvereinbahrungen nur schleppend und die CSU-Staatsregierung versucht regelmäßig den Alpenschutz für wirtschaftliche Interessen auszuhöhlen. Jede Maßnahme in den Alpen muss nach strengen ökologischen Kriterien bewertet werden. Daher lehnen wir das Bauvorhaben am Riedberger Horn strikt ab und setzen auf eine ökologische Ausgestaltung der bisherigen Skigebiete, statt noch neue zu bauen. Es darf keine staatlichen Subventionen mehr für Schneekanonen geben und es müssen deutlich mehr Schutzgebiete ausgewießen werden! Aber auch außerhalb der Alpen wurde durch unnötige Flächenversiegelung bereits viel natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere zerstört. Wir fordern, dass der Flächenverbrauch in Bayern drastisch reduziert wird und es wieder ein vollumfängliches Anbindegebot für Kommunen gilt. Neue Bebauung muss immer an Bestehende anschließen und wir möchten flächensparenden Geschosswohnungsbau fördern.“