Am Wochenende vom 10. bis 12. Mai trafen sich über 100 Mitglieder der GRÜNEN JUGEND Bayern in Bad Tölz zum 44. Landesjugendkongress, der halbjährlichen Landesmitgliederversammlung im Landesverband. Über den Themenschwerpunkt Klimapolitik wurde nach dem Motto “System: Ändern. Klima: Retten.“ diskutiert.

Dabei hat sich die GRÜNE JUGEND Bayern unter anderem für das sofortige Einleiten des Kohleausstiegs und ein europaweites Ende der Kohleverstromung bis 2030 sowie automatisches Gender-Budgeting bei allen zukünftigen Klimaanpassungsmaßnahmen ausgesprochen. Der Verband solidarisiert sich mit der Bewegung „Fridays For Future“ und Aktivist*innen im Hambacher Forst. Die GRÜNE JUGEND Bayern fordert ein Verbot des Verbrennungsmotoren bis 2025 sowie autofreie Großstadtzentren bis 2030. Schienennetze sollen ausgebaut und elektrifiziert, Kerosin und internationale Flugreisen dahingegen endlich besteuert werden. Die Forderung nach fünf zusätzlichen Nationalparks wurde beschlossen, ebenso das Ziel, 100% Erneuerbare Energien sowie 100% Ökolandbau in Bayern bis 2030 zu erreichen.

Turnusmäßig wurde außerdem der Landesvorstand neu gewählt. Als Sprecherinnenduo vertreten nun Saskia Weishaupt (25) aus München und Mirjam Körner (23) aus Regensburg den aktuell stark wachsenden Verband mit über 2.100 Mitgliedern. Als Schatzmeisterin wurde Carolin Angulo Hammes (22) aus Nürnberg bestätigt. Alter und neuer Politischer Geschäftsführer bleibt Jonas Kobinger (23) aus München. Zur Frauen*- und Genderpolitischen Sprecherin wurde erneut Tamara Pruchnow (24) aus Bamberg gewählt. Beisitzer*innen wurden Jannika Spingler (19) aus Aschaffenburg, Pascal Pohl (25) aus Landshut und Thomas Vollmuth (19) aus Schweinfurt.

Saskia Weishaupt, im Amt bestätigte Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, fordert: „Für uns ist klar, wir brauchen gute politische Maßnahmen und nicht den besseren Menschen. Es ist an der Zeit, dass politische Entscheidungsträger*innen endlich dem Klimawandel etwas entgegensetzen. Deshalb haben wir als GRÜNE JUGEND Bayern einen Antrag zum Klimavorbehalt beschlossen. Wir fordern eine Beweislastumkehr: Kommende Gesetze und kommunale Beschlüsse sollen geprüft werden, ob sie unsere Lebensgrundlagen schützen oder sie weiter zerstören.

Es sollen sich nicht mehr die Menschen rechtfertigen, die unser Klima schützen wollen, sondern die, die es wissentlich aufs Spiel setzen! Diesen Antrag konnten wir auch erfolgreich auf dem Kleinen Parteitag von Bündnis 90/ Die Grünen einbringen!“

Mirjam Körner, neu gewählte Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt:  „Wir als GRÜNE JUGEND Bayern sprechen es aus: Ökologisch nachhaltigen Kapitalismus kann es nicht geben! Es braucht ein radikales Umdenken um mit der Klimakrise umgehen zu können und die schlimmsten Konsequenzen zu verhindern – jetzt und nicht in 100 Jahren! Die anstehende Europawahl ist eine Klimawahl. Wir müssen mit der Europäischen Union vorangehen und für die Konsequenzen unseres Wirtschaftens, besonders im Globalen Süden, einstehen. Ein Grund mehr für zwei starke letzte Wochen junggrüner Europawahlkampf! Und für die folgenden Kommunalwahlen im März 2020 konnten wir am vergangenen Wochenende mit Verkehrspolitik, Sozialpolitik sowie Stadt- und Raumplanung drei kommunal entscheidende Themenschwerpunkte beschließen. Ich freue mich auf viel junggrüne Power in den zukünftigen bayerischen Stadträten, Gemeinderäten und Kreistagen!“