Nach langjährigem Ringen hat die CSU nun endlich Einsicht. Die neue Sozialministerin Müller kündigte am Mittwoch an, die von allen Seiten kritisierten Essenspakete abzuschaffen.

Dazu erklärt Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Wir freuen uns, dass mit Müller anscheinend in der neuen Regierung jemand mit ein wenig Menschenverstand an der Spitze des Sozialministeriums steht. Wir freuen uns, dass Flüchtlinge ab jetzt wenigstens was die Auswahl ihrer Lebensmittel anbelangt eine gewisse Freiheit genießen. Jetzt in Lobeshymnen zu verfallen wäre jedoch falsch, die Situation für Flüchtlinge in Bayern bleibt weiterhin eine katastrophale.“

Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Der Weg zu einer wirklich fairen Behandlung von Asylbewerberinnen und Asylbewerber ist noch weit: So muss außerdem zeitnah die Residenzpflicht abgeschafft werden und für eine lebenswürdige Unterbringung der Flüchtlinge gesorgt werden. Das kann nicht durch eine höhere Anzahl an Erstaufnahmeeinrichtungen gewährleistet werden, sondern durch eine Wohnungsgarantie und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft.“