Anlässlich der Jahrestage der Atomkatastrophen in Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) findet am morgigen Samstag eine Kundgebung und Aktion am Atomkraftwerk und Zwischenlager Gundremmingen statt. Die GRÜNEN JUGEND Bayern unterstützt die Kundgebung und ruft ihre Mitglieder zur Teilnahme auf.

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, erklärt: „Die Billigreaktoren in Gundremmingen müssen und können sofort abgeschaltet werden! Wir fordern einen bundesweit beschleunigten und endgültigen Atomausstieg bis 2018. Die Menschen dürfen nicht länger der stets drohenden Gefahr von Atomkatastrophen ausgesetzt sein und die Atommüllproduktion muss ein Ende haben!“ Die Junggrünen denken auch an die Zeit nach der Abschaltung: „Wir fordern größtmögliche Sicherheit beim Rückbau. Dieser darf keinesfalls beginnen solange sich Brennstäbe in den Reaktoren befinden. Die bayerischen Zwischenlager müssen zwingend durch erheblich robustere ersetzt werden, denn dort wird noch Jahrzehnte radioaktiver Müll lagern.“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Damit der schnelle Atomausstieg gelingt, muss Bayern beim Ausbau der Erneuerbaren Energien endlich vorankommen. Die 10H-Regelung als Gesetz zur Ausbremsung der Windkraft gehört daher sofort abgeschafft! Unser Ziel ist es 100% Erneuerbare Energien bis 2040 zu verwirklichen, diesem Ziel muss sich auch die Staatsregierung anschließen. Nur so kann ein wirksamer Klimaschutz gelingen. Als wichtigen Zwischenschritt zum Schutz der Umwelt sehen wir zudem einen bundesweiten Kohleausstieg bis 2030. Für uns liegt die Zukunft in sauberem Strom aus Wind, Wasser und Sonne.“

Auf dem Landesrat im Juli 2015 unter dem Motto „Einfach mal abschalten“ hat sich die GRÜNE JUGEND Bayern zuletzt ausführlich mit dem Thema Energiepolitik auseinander gesetzt. Hier finden sich die Beschlüsse zum Nachlesen: http://gj-bayern.de/tl_files/Beschluesse/2015_07_ingolstadt_einfachmalabschalten.pdf