Die Grüne Jugend Bayern kritisiert die Gesetzesinitiative der Staatsregierung, Kommunen über eine Öffnungsklausel im Landesstraf- und Verordnungsgesetz zu ermöglichen, den Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen zu untersagen.
In der ersten Lesung am 5.3. wurde der Gesetzentwurf auch durch die Fraktion der Freien Wähler unterstützt, die den Kommunen sogar noch weiter reichende Kompetenzen geben wollten als die Staatsregierung.

Die Landesvorstand der Grünen Jugend hält den Gesetzesentwurf der Staatsregierung für einen falschen Ansatz „Eine solche Verbotspolitik beseitigt keine Probleme, sondern schafft neue.“, erklärt dazu Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern.

Die Idee, Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen einzuführen, um Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verhindern ist für den Landesvorstand der Grünen Jugend nicht nachvollziehbar. „Es ist zielführender, gegen Straftaten, die unter Alkoholeinfluss verübt werden, direkt vorzugenen, anstatt Jugendlichen immer wieder Unruhestiftung vorzuwerfen und sie pauschal zu kriminalisieren. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zu verbieten, verhindert Alkoholkonsum nicht insgesamt, sondern verlagert ihn lediglich, ohne so entstehende Probleme zu entschärfen.
Vielmehr haben wir das Gefühl, dass die Staatsregierung Politik im Stil ‚aus den Augen, aus dem Sinn‘ betreibt“, so Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern

Die Grüne Jugend Bayern fordert stattdessen Maßnahmen, die direkt gegen konkrete Probleme vorgehen. „Politik muss Jugendliche ernst nehmen, anstatt zu versuchen, sie immer weiter aus der Öffentlichkeit zu vertreiben.“, ergänzt Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern weiter, „Wenn es zu Problemen mit Jugendlichen im öffentlichen Raum kommt, liegt das meistens auch daran, dass den Jugendlichen keine anderen Angebote gemacht werden. Wir wollen Problemorientierte Ansätze, keine Pauschalverbote, die Bürgerinnen und Bürger unverhältnismäßig einschränken.“