Gegen Seminaristen des Priesterseminars Würzburg werden Vorwürfe erhoben, judenfeindliche Aussagen gemacht zu haben. Dass es in den so genannten Witzen auch um Konzentrationslager ging wird nicht bestritten. Die Grüne Jugend Bayern stellt sich gefährlicher Verharmlosung rechten Gedankenguts entschieden entgegen.

Anlässlich des Bekanntwerdens der antisemitischen Äußerungen im Priesterseminar Würzburg erklärt Korbinian Gall, Sprecher der Grünen Jugend Bayern, empört: „Gerade Priesteranwärter sollten sich der gesellschaftlichen Verantwortung, die sie als Priester innehaben werden, bewusst sein und dementsprechend Handeln. Antisemitische Äußerungen verleugnen sowohl die deutsche Geschichte, als dass sie aucheinen Nährboden für rechte Umtriebe bilden. Antisemitische Aussagen, in welcher Form auch immer, sind für uns ein absolutes no-go, dem entschieden Grenzen aufgezeigt werden müssen. Wer hier weg sieht macht sich selbst mit schuldig.“

„Aufklärung allein aber setzt noch keine Grenzen,“ findet Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern, und fügt hinzu: „Wir begrüßen den Schritt des Würzburger Bischofs Friedhelm Hofmann, eine externe Kommision zur Prüfung der Vorfälle heran zu ziehen, fordern aber, dass dies nicht der letzte Schritt bleibt. Sollten sich die Vorwürfe als stichhaltig erweisen, müssen die einzelnen Seminaristen die Konsequenzen für ihr Handeln tragen. Für uns steht außer Frage, Priesteranwärter die sich in Rechtstümelei üben, sind nicht für die Ausübung einer Vorbildfunktion geeignet.“