Anlässlich des Internationalen Tags der Flüchtlinge am 20.Juni kritisiert die GRÜNE JUGEND Bayern zum wiederholten Male die bayerische Asyl- und Flüchtlingspolitik. Nirgendwo in Deutschland ist die Lage von Asylbewerberinnen und -bewerbern so schlecht wie in Bayern, wo sie mit Lagerpflicht und Residenzpflicht zu kämpfen haben.

Miriam Werner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern erklärt: „Die Lagerpflicht führt dazu, dass Menschen mehrere Jahre in Massenunterkünften, die sich häufig im bayerischen Hinterland befinden, zwangsweise verbringen. Sie werden so systematisch isoliert. Die Lager machen krank, sowohl psychisch als auch physisch.
Dank der Residenzpflicht sind die Flüchtlinge an ihren Regierungsbezirk gebunden und dürfen diesen nur mit Sondergenehmigung verlassen. Verstoßen sie gegen dieses Gesetz, hat das jahrelange Freiheitsstrafen zur Konsequenz. Die Flüchtlinge werden so kriminalisiert.“

„Die Bayerischen Zustände sind ein Skandal! Lagerpflicht und Lebensmittelpakete führen zu einer völligen Entmündigung der Flüchtlinge. Sie werden als Menschen zweiter Klasse behandelt. Wir fordern die bayerische Regierung auf, die Lager sofort zu schließen und eine individuelle Unterbringung zu ermöglichen und somit humane Bedingungen für den Aufenthalt zu ermöglichen.“ ergänzt Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern und fügt hinzu:

„Das Ziel der Regierung ist ebenso offensichtlich wie empörend: Die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland soll durch die schlechte Behandlung der Flüchtlinge gefördert werden. Menschlichkeit ist den Hardlinern im Innenministerium ein Fremdwort.“