Eine Studie der Radboud-Universität in Nijmwegen zeigt, dass in 63 deutschen Schutzgebieten in den letzten 27 Jahren 76% weniger Fluginsekten leben.

Zu dieser dramatischen Entwicklung bezieht die GRÜNE JUGEND Bayern Stellung.
Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Dieses massive Insektensterben muss dringend ernst genommen werden. Jetzt nicht zu handeln, wäre mehr als fahrlässig. Um Insekten, wie zum Beispiel Bienen, Nahrungsgrundlagen und Lebensräume zu geben, in denen sie auch überleben können, brauchen wir auch in der Pflanzenwelt und damit auf bayerischen Äckern und Feldern mehr Artenvielfalt statt der immer mehr zunehmenden Monokulturen, hohem Pestizideinsatz und Gentechnik. Es braucht endlich wirksame Anbauverbote für Gentech-Pflanzen. Auch Monokulturen und den massiven Einsatz von Pestiziden darf es in Zukunft nicht mehr geben, da diese auch die Böden in erheblichem Maße schädigen. Auch in den Städten gilt es Bienen einen Lebensraum zu bieten – es muss mehr in Streuwiesen und Biotope investiert werden.“
Jule Ziegler, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Insekten sind ein unerlässlicher Teil unseres Ökosystems, das ohne sie zusammen brechen würde. Der massive Einbruch der Insekten bedroht damit die Tier- und Pflanzenwelt und damit auch unsere Lebensgrundlagen in höchsten Maßen. Der starke Rückgang der Insekten betrifft und gefährdet uns alle. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich unter dem Durchschnitt was die Ausweisung der wertvollen Flora-Fauna-Habitat-Gebiete angeht. Wir fordern das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf, sowohl die eigenen staatlichen als auch die kommunalen wie auch privaten Waldgebiete umfassend auf ihre Schutzbedürfnisse überprüfen zu lassen und in FFH-Gebieten die Bewirtschaftung einzustellen.“