In der Diskussion um den Bayern-Ei-Skandal meldet sich die GRÜNE JUGEND Bayern zu Wort und kritisiert die schleppende Aufklärung scharf.

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, erklärt: „3 Tote, lebensgefährliche Arbeitsbedingungen und Kumpanei zwischen Kontrollbeamtinnen und -beamten und Bayern-Ei-Mitarbeitenden charakterisieren den Salmonellen-Skandal. Ministerin Scharf hat monatelang die Behörden gedeckt und die Öffentlichkeit nicht informiert. Ihr Kontroll-Konzept für die Firma Bayern-Ei hat gänzlich versagt! Es bedarf nun schnellstens einer umfassenden Aufklärung ohne Rücksicht auf die Personalien Scharf und Huber und Beamtinnen und Beamte der beteiligten Behörden in einem Untersuchungsausschuss! Für Verzögerungen, Vertuschung und gefährliche Ahnungslosigkeit muss Verantwortung übernommen werden.“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Mittlerweile wird immer deutlicher, dass es ein grundsätzliches Problem in der bayerischen Lebensmittelüberwachung und dem zuständigen Verbraucherschutzministerium gibt. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich gegenseitig decken und Fehlverhalten verschleiern, ist das der nächste Skandal! Der vorbeugende Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern und eine echte Kennzeichnung aller tierischer Bestandteile in Lebensmitteln müssen daher endlich eingeführt werden. Außerdem braucht es erheblich mehr Personal für die Kontrollen bei Massenställen als von der CSU-Regierung vorgesehen und einen Umbau des Kontrollsystems, damit Betriebe nicht mehr von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landratsämter gedeckt werden können!“