Pressemitteilung zum Inkrafttreten des sogenannten Kreuz-Erlasses am 1. Juni 2018. 
 
Saskia Weishaupt, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern erklärt: Die CSU versucht das Kreuz als Symbol der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns darzustellen – dabei sind religiöse Symbole immer persönliche Bekenntnisse, die ein Staat nicht haben sollte. Mit einer notwendigen, neutralen Position des Staates hat eine Kreuzpflicht wenig zu tun. Wenn das Kreuz in Behörden weiter im öffentlichen Raum verbreitet wird, werden damit Menschen ausgegrenzt, die sich nicht mit dem Kreuz identifizieren. Das Kreuz wird so zum Symbol der Ausgrenzung und Spaltung – mit christlichen Werten hätte es dann nichts mehr zu tun! Wir appellieren an die Behörden in Bayern, sich diesem Erlass entgegenzustellen und das Kreuz einfach nicht aufzuhängen!“
 
Sebastian Hansen, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Anstatt sich um wirklich wichtige Themen wie dem Klimwandel zu kümmern, versucht Markus Söder mit populistischen Maßnahmen wie der Kreuzpflicht Stimmung gegen Geflüchtete und den Islam zu machen. Dadurch wird jedoch Rassismus in der Gesellschaft gestärkt und der Diskurs immer weiter nach rechts verschoben. Der Ministerpräsident sollte sich schämen, denn so bietet er den Nährboden, auf dem sich rechtsextreme Parteien wie die AfD ausbreiten können.“