Wochen und Monate der Planung gingen voraus, und am 17. April war es dann doch soweit. Auch wenn ich das immer noch nicht so richtig glauben kann. Das erste Allgäutreffen der Grünen Jugend Schwaben fand statt, dieses Ding also, bei dem sich endlich mal die allgäuerischen Grünen Jugendlichen vernetzen konnten, und, man glaubt es kaum, es war ein Erfolg.

Begonnen mit schon klassischer Vorstellungsrunde und einem Workshop mit dem Landtagsabgeordneten Thomas Gehring, hatten alle Teilnehmer_innen von Anfang an ihren Spaß und (hoffentlich) auch ihren Nutzen. Thomas erzählte hier nämlich, wie die grüne Partei funktioniert, und beantwortete Fragen zu allem möglichen, was grüne Politik ausmacht. Anschließend erste Komplikationen: Der Zeitplan wird einfach mal Hals über Kopf über den Haufen geschmissen – und niemanden stört`s. Der zweite Referent wurde zum letzten gemacht (mehr zu ihm später) und man begab sich zum Essen, dessen Ort ein kleines vegetarisches Lokal in der kemptener Altstadt werden sollte. Allerdings – ich denke, weitere Einzelheiten hierzu werden euch nicht so brennend interessieren.

Der Nachmittag stand dann zunächst einmal unter dem Zeichen der Energiepolitik. Mit Thomas Hartmann, dem Vorsitzenden der grünen Fraktion im kemptener Stadtrat, wurden vor allem die Dinge besprochen, die jeder Mensch im eigenen Haus leisten kann, um seine Klimabilanz aufzubessern. All die Dämmungen also, die so einfach zu installieren wären, und die doch so selten angebracht werden, oder Heizungen, die viel zu ineffizient arbeiten . Aber auch Allgemeines, wie in etwa die Entwicklung des Rohölpreises, wurde angesprochen. Angereichert wurde dies mit konkreten Fallbeispielen, wo schon deutliche Verbesserungen in der haushältlichen Klimabilanz eingebaut wurden.

Florian Sperk, der Sprecher der Grünen Jugend Bayern, war im Anschluss der Referent, der uns seinen Vortrag vom Vormittag auf den Frühnachmittag hatte verlegen lassen. Er sprach über das große Sommerkonzept der Grünen Jugend Bayern, den Papillon also, und stellte somit viele Aktionsideen vor, die auch die Allgäuer_innen im Sommer durchführen wollen.

Den glorreichen Abschluss bildete eine große kleine Anti-Atom-Aktion, zu der sich die Teilnehmenden mitten in Kemptens Fußgängerzone mitten auf die Straße stellten, dabei in weißen Anzügen mit weißen Mundschutz fast vollständig anonymisiert waren, und stillschweigend stehen blieben. Die einziege Besonderheit eines_r jeden: Das Schild in den Händen, auf dem ein Reaktorünglück samt Datum zu finden war. Wir hoffen, wir konnten viele Kemptner_innen damit aufrütteln.

Und schon war es wieder vorbei, das Allgäutreffen, und alle waren zufrieden. Und in Zukunft wird dann das Allgäu begrünt. Mit ganz vielen Aktionen der Grünen Jugend. Ihr könnt euch auf was gefasst machen!

Der Brennstoff ist die Mitgliederzeitschrift der Grünen Jugend Bayern. Ihr erreicht die Redaktion unter brennstoff@gj-bayern.de

von Jakob Wunderwald (Mitglied der Brennstoff-Redaktion)