Während bei strahlendem Sonnenschein der Kunstschnee kleine weiße Flächen im Münchner Olympiapark für den Wintersport bereithält, hat sich die GRÜNE JUGEND auch auf Bundesebene gegen die Olympischen Winterspiele in München ausgesprochen. Auf dem Bundesausschuss in Wittenberg wurde ein klares Nein zu Olympia 2018 beschlossen. „Damit stellt sich die GRÜNE JUGEND überall und in allen Gremien basisdemokratisch und solidarisch hinter den Widerstand der Betroffenen, insbesondere hinter die GRÜNE JUGEND Weilheim-Schongau, München und Bayern“, heißt es im Beschluss.

„Die Positionierung der GRÜNEN JUGEND ist eindeutig. Wir lehnen diese Spiele in München ab“, erklärt Gesine Agena (Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND) und fährt fort: „Schon aus ökologischen Gründen können wir das Vorhaben im Voralpenraum nicht gut heißen. Es ist nicht sichergestellt, dass zum Zeitpunkt der Olympischen Winterspiele in München überhaupt noch Schnee oder Eis liegen. Die Produktion so großer Mengen Kunstschnee ist extrem klimaschädlich.“

Kunstschnee ist nicht nur für das Klima schädlich, sondern auch für die Region. Sanfter Sommertourismus ist die nachhaltige Perspektive für das Voralpenland. Für die Bayrischen Grünen hat Sepp Daxenberger diesen Paradigmenwechsel klar formuliert: „Sommerfrische statt Wintersport“ ist die ökologische, wie ökonomische Zukunft der Region. Schreitet der Klimawandel wie bisher voran, ist an Wintersport unter 2000m schon in wenigen Jahren nicht mehr zu denken. Die geringe Schneesicherheit macht alle Investitionen in Wintersport hinfällig. Die GRÜNE JUGEND München hat diese Problematik mit einer Aktion am Sonntag im Olympiapark nochmals thematisiert. Die „Kollekte für Garmisch“ war ein voller Erfolg.

„Auf unsere Generation kommt ein erschreckender Schuldenberg zu. Exemplarisch dafür steht die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen, die heute schon etwa 111 Millionen Euro Schulden hat“, erläutert Florian Sperk (Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern) und meint: „Es wird Zeit, dass Perspektiven für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden und das heißt, weg von der Schneekanone hin zu zukunftsfähigen Investitionen, die auch dem Umweltschutz nützen, wie etwa sanfte Wander- und Kletterrouten.“