Die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen hat sich am Samstag, 20.11.2010 gegen die Münchner Olympiabewerbung 2018 ausgesprochen. Nach einer spannenden Debatte stimmte die Mehrheit der Delegierten für den Antrag und somit gegen die Bewerbung. Zu den AntragstellerInnen gehörten u.a. Katharina Schulze (Vorsitzende der Grünen Jugend München), Korbinian Freier (KV Garmisch-Partenkirchen) und Ludwig Hartmann (MdL).

Katharina Schulze (Vorsitzende der Grünen Jugend München) erklärt: „Das Ergebnis ist ein großer Erfolg für die Grüne Jugend München. 2007 haben wir die Debatte in München angestoßen, nach der Grünen Jugend, dem Landesverband Bayern hat sich jetzt auch der Bundesverband gegen die Olympischen Winterspiele 2018 ausgesprochen. Es freut mich sehr, dass wir es geschafft haben, die Diskussion, die von der Basis ausging bis ganz nach oben zur Parteispitze, zu tragen. Denn die Olympischen Winterspiele gehen nicht nur München und das Oberland etwas an. Der Bund haftet mit einem Drittel für die finanziellen Risiken der Bewerbungsgesellschaft – deswegen war es richtig und wichtig auf Bundesebene eine Entscheidung herbeizuführen.“

Mattia de Virgilio (Vorsitzender der Grünen Jugend München) ergänzt: „Wir begrüßen den Schritt von Claudia Roth sich aus dem Kuratorium der Bewerbungsgesellschaft zurückzuziehen und haben Respekt vor dieser Entscheidung. Es ist schön zu sehen, dass die Delegierten des Parteitags die ökologischen, finanziellen und gesellschaftlichen Risiken der Bewerbung nicht mittragen wollen und ein klares Signal ausgesendet haben.“

von Katharina Schulze und Mattia de Virgilia