Vom 16.10.- 18.10.2009 fand in Weimar der 33. Bundeskongress der Grünen Jugend mit Vorstandswahlen statt. Aus Bayern kamen knapp 40 Mitglieder um abzustimmen, Veganes zu verköstigen und zu feiern.

Am ersten Abend fanden nach der Begrüßung die Ländertreffen statt. Wir berieten, auf welchen Kurs die GJ Bayern auf dem Landesjugendkongress in Regensburg Ende November gelenkt werden solle: Wie weiter mit der GJB? – Nach reiflich Diskussion tauschten wir uns über die lokalen Stärken und Themen der Kreisverbände der GJ Bayern aus. Die neue Homepage erfuhr reichlich Applaus. Der anschließende Poetry-Slam wurde just von einem Löschzug der Weimarer Feuerwehr beendet. Sie war mit Blaulicht aus gerückt, nach dem sich die Brandmelder im Tagungshaus unter Strom gesetzt hatten. Natürlich war die Aktion letztendlich nicht lustig, sie kostete die GJ 1.000 Euro, die im Laufe des Wochenendes durch Spenden- und sonstige A(u)ktionen versucht wurden, solidarisch auf alle Köpfe umzulegen. – Gut, dass hier zu Lande das Nichtraucherbegehren gestartet wurde.

Der darauffolgende Samstag war in erster Linie durch platzende Nähte gekennzeichnet. Knapp 400 GRÜNE JUGEND-Mitglieder besuchten den Kongress. Im Tagungsraum wurden die Plätze denkbar knapp. Der Besuch von Renate Künast bot Anlass, Diskussionen wie die Jamaika-Koalition im Saarland, den erschlagenen Fisch aus dem Fernsehen oder das nicht-vegane Essen auf altgrünen BDKs aufs Tablett zu bringen. 400 GJlerInnen verfolgten Renates Ausführungen. Samstag-Nachmittag konnte dann endlich in die Antragsflut eingestiegen werden. Die Themen Koalitionsaussagen, das Schicksal von Sinti und Roma, der Gender-Gap, Afghanistan, Atomausstieg und Kopenhagen standen hier unter Anderem auf der Tagesordnung. Etwas kontroverser wurde ein dringender Geschäftsordnungs-Antrag abgestimmt, in dem hinterfragt wird, ob es sinnvoll ist inhaltliche Anträge auch noch auf dem Buko einreichen zu können. Leider zeigt die Erfahrung, dass sehr kurzfristig eingereichte Dokumente von den wenigsten Stimmberechtigten gelesen werden, bevor sie zur Abstimmung kommen. Die neu abgestimmte Regelung besagt, dass Anträge nunmehr bis 48 Stunden vor dem jeweiligen Buko eingehen müssen. Änderungsanträge sind weiterhin bis zur letzten Minute möglich. Die Abstimmungen und Diskussionen dauerten bis zur Party am Abend, die den Samstag beschloss.

Und am Sonntag wurde der Vorstand gewählt: Karl Bär und Sina Doughan sind für Bayern in den BuVo eingezogen. An dieser Stelle ein Hoch auf die internationale Solidarität. Unsere SprecherInnen auf Bundesebene sind Gesine Agena und Max Löffler

Florian

(Foto von sven_kindler unter CC-BY-SA-Lizenz bei flickr.com)