Die Grüne Jugend Bayern fordert die Politikerinnen und Politiker der CSU auf, sich endlich ernsthaft und glaubhaft für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen einzusetzen, anstatt mit Ausgrenzungsrhetorik Wegbereiter für rechtsextremes Gedankengut zu spielen. „Das Bild einer demokratischen Rechten, dass Herr Seehofer und Herr Beckstein in ihren jüngsten Ausführungen zu zeichnen versuchen, ist völlig fehlt am Platze“, meint Christian Moravcik, Sprecher des Landesverbandes. Dazu führt er aus, dass die mit der Ausgrenzung einzelnen Mitmenschen oder Menschengruppen aus der Gesellschaft angetriebene Feindseligkeit, mit den Grundsätzen von Demokratie und Menschlichkeit niemals in Einklang zu bringen sei. Vielmehr zeigt sich einer der gefährlichsten Stützpfeiler für rechtsextremes Gedankengut in der angsterfüllten oder feindseligen Haltungen gegenüber Allem, das als fremd empfunden wird. In ihrem Kampf gegen die Gleichstellung homosexueller Menschen, der Verweigerung einer humanen Flüchtlingspolitik und einer stetigen Politik der Ausgrenzung aller Menschen mit Migrationshintergrund, versucht die CSU seit jeher diese Kultur der Angst und der Feindseligkeit gerade noch anzuheizen. „Wir müssen alle Gefühle der Menschen ernst nehmen und achten“, verdeutlicht Constanze Roth, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern ihre Position. „Leider gehören zu diesen Gefühlen auch Ängste, Sorgen und Feindseligkeiten. Die Aufgabe einer demokratischen Politik ist es jedoch nicht mit diesen Ängsten Stimmung zu machen, sondern ihnen Aufklärung und politische Gestaltung entgegenzusetzen.“ Ein Fünftel der in Deutschland lebenden Menschen hat einen persönlichen Hintergrund in der Migration. Sie bilden einen wichtigen Teil unseres Wirtschafts- und Sozialsystems, sind integraler Bestandteil unserer Zivilgesellschaft und Menschen mit der gleichen Würde wie alle anderen auch. „Die Konservativen würden unserer Demokratie etwas Gutes tun, wenn sie diese Gemeinsamkeit mit der gleichen Inbrunst betonen würden, wie ihren Kampf um die Stimmen derer, die in der CSU einen gesellschaftlich akzeptierten Rechtpopulismus zu finden hoffen“, betont Moravcik.