Bayern hat in den vergangenen Jahrzehnten seine Bruttostromerzeugung zu über 50% aus Atomenergie gedeckt. Bayern steht für den Vorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern hier in der Verantwortung für die radioaktiven Abfälle und darf sich dem Transport von Castoren nach Bayern nicht verschließen.

„Die CSU hat Bayern zum Kernkraft-Bundesland überhaupt gemacht. 2012 machte Atomenergie ca. 16% des deutschen Strommix aus, während in Bayern über 50% des Stroms aus Atomenergie gewonnen wurden. Bayern hat in den letzten Jahrzehnten massiv auf Atomenergie gesetzt und jetzt, wenn es um Aufnahme von Castoren geht, soll Bayern außen vor bleiben? Wir waren seit Einführung der Risikotechnologie gegen Atomenergie – auch weil die Endlagerung unklar war. Die CSU ist dafür verantwortlich, dass die Atomenergie ausgebaut wurde und will jetzt nichts vom Atommüll wissen. Das ist heuchlerisch. Wer Müll produziert muss die Kosequenzen tragen und Verantwortung dafür übernehmen“, fordert Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern.
„Natürlich finden wir Atommüll auch nicht gut und können alle Menschen verstehen, die Angst haben, dass in ihrer Umgebung Castoren langfahren sollen. Aber es ist nur folgerichtig, wenn Bayern den Atommüll der CSU wieder zurücknimmt. Das kennt man ja nur zu gut von der CSU. Wenn es darum geht, sich aus der Verantwortung zu stehlen, dann ist die CSU vorne dran. Bayern kann einen Beitrag zur Reduktion des Atom-Müll-Problems beitragen und so die Verantwortung für die Folgen der subventionierten unverantwortlichen Risikotechologie mittragen. Die Staatsregierung aus CSU und FDP muss sich für die Aufnahme von Castoren in Bayern einsetzen“, fordert Korbinian Gall, Sprecher der Grünen Jugend Bayern.