Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bezirksverbands der Grünen Jugend Unterfranken, die am 18.05.2013 stattfand, wurde in der Würzburger Innenstadt eine Aktion zum Thema Asylpolitik veranstaltet. Mit dem provokativen Transparent „Das Boot ist voll“ und dem ergänzenden Plakat „Nicht!“ beklagte die Grüne Jugend die aktuelle Asylpolitik. Um die Aussage zu verstärken, wurde ein Kartonboot aufgestellt, das mit allerlei Wertgegenständen gefüllt war, das aber bis auf einen Menschen leer war.

Philipp Rösch, neu gewählter Sprecher der Grünen Jugend Unterfranken, sagt dazu: „Es geht bei der Aktion darum, auf einen Tenor in der Bevölkerung aufmerksam zu machen, der aussagt, dass es Deutschland nicht möglich sei, viele Flüchtlinge aufzunehmen. Dazu wird oft die Metapher ‚Das Boot ist voll‘ verwendet. Die Grüne Jugend ist der Meinung, dass im metaphorischen Boot durchaus genügend Ressourcen und Wohlstand vorhanden sind, um diese mit Flüchtlingen zu teilen. Jedes Individuum, das Hilfe dieser Form braucht, soll sie auch bekommen.“

Dass diese Aktion ein Erfolg war, zeigen die Reaktionen der PassantInnen, die sich angeregt mit den Mitgliedern unterhielten und durch geschauspielerte Dialoge mit dem im Boot sitzenden auch weitere Aufmerksamkeit erzeugten. Franziska Mack, Sprecherin der Grünen Jugend Unterfranken, fügt hinzu: „Die Grüne Jugend prangert an, dass Deutschland, obwohl es sich es sehr gut leisten könnte, Asylsuchenden immer noch keine Garantie auf ein sicheres Leben geben möchte. Indem wir die vielbenutzte Phrase ‚das Boot sei voll‘ ironisieren, wollen wir der Öffentlichkeit zeigen, dass das Boot eben nicht voll ist, sondern wir vielmehr jedem Menschen das Recht auf Asyl gewähren möchten.“