Angesichts des am Wochenende statt findenden Schülerkongresses „basis 2001″ in Nürnberg, erklärt der Landesvorsitzende der Grünen Jugend Bayern Ludwig Hartmann:

„Was die Mitbestimmung und die Gestaltungsmöglichkeiten an bayerischen Schulen betrifft ist Bayern ein Entwicklungsland. Als einziges Bundesland hat der Freistaat keine offizielle anerkannte Landesschülervertretung. Wir fordern die zügige Anerkennung der „Landesschüler Vertretung Bayern e.V.“, die bereits im Jahre 1983 gegründet worden ist, durch die Staatsregierung. Um ihre Aufgaben wahrnehmen zukönnen muss der Landesschülervertretung eine eigener Etat zugesichert werden.

Für das Desinteresse der Jugend am politischen Geschehnen ist unter anderem die bayerische Praxis der „Demokratie und Politikfreien Schulen“ mitverantwortlich. Zensuren der Schülerzeitungen durch den Direktor sind nicht zeitgemäß. Freie Meinungsäußerungen und die Pressefreiheit müssen auch im Schulleben gewährleistet werden. Demokratie kann man nicht lernen, sie muss gelebt werden auch an bayerischen Schulen.“

Zur Absage von Ministerin Monika Hohlmeier:
Es ist für die aktiven Schülerinnen und Schüler die in ihrer Freizeit Deutschlands größten Schülerkongress organisieren nicht motivierend sich auch weiterhin für die zukunftsfähige Gestaltung des bayerischen Bildungssystems einzusetzen, wenn die Verantwortlichen der Staatsregierung diesen Kongress ignorieren.“