Seit Anfang Mai gibt es am Würzburger Deutschhaus-Gymnasium einen Dresscode für alle Schüler*innen. Dieser ahndet etwa das Tragen von T-Shirts mit gewaltverherrlichenden Sprüchen oder „aufreizender“ Kleidung und belegt dies mit Sanktionen.

Franziska Mack, Beisitzerin im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern und selbst aus Würzburg, kommentiert dies: „Die von der Schulleitung aufgestellten Sanktionen haben keinerlei pädagogischen Nutzen, sondern bestehen lediglich darin, die betroffenen Schüler*innen zu zwingen, ein von der Schule gestelltes Oberteil anzuziehen. Diese Art der Sanktion ist absolut herabwürdigend für die betroffene Person. Wir fordern die Schulleitung auf, den verpflichtenden Dresscode abzuschaffen und stattdessen persönliche Gespräche zu führen, sollten tatsächlich gewaltverherrlichende oder sexistische Sprüche propagiert werden.“

Die Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, Mariella Kessler, ergänzt: „Dieser Dresscode und viele weitere Kleiderordnungen an bayerischen Schulen propagieren letztendlich nichts weiter als Victim-Blaming und Sexismus, da er vor allem jungen Mädchen vorschreibt, wie sie sich zu kleiden haben. Dabei wird gewissen Kleidungsstilen unterstellt, sie seien „aufreizend“ und würden „für Ablenkung sorgen“. Dies ist abzulehnen, weil nicht die Kleidung das Problem ist, sondern der Sexismus, der dahinter steht!“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNE JUGEND Bayern, stellt abschließend klar: „Der Dresscode am Deutschhaus-Gymnasium ist keineswegs demokratisch legitimiert! Er entstand hauptsächlich durch Eltern und Lehrkräfte, nur ausgewählte Schüler*innen konnten ihre Meinung dazu im Vorfeld äußern. Wir solidarisieren uns deshalb mit dem Aktionsbündnis „Der Dresscode muss weg“ und unterstützen den friedlichen Protest gegen den von der Schulleitung auferlegten Zwang.“