Am 30. Oktober ist Weltspartag. Auch in Bayern machen sich an diesem Tag viele Eltern mit ihren Kindern auf zur lokal ansässigen Bank und zahlen gemeinsam mit ihnen das ersparte Kleingeld bei der Bank ein. Neben einem Eintrag in das Sparbuch gibt es meistens noch eine kleine Belohnung dazu. Was sich nach einer kleinbürgerlichen Idylle anhört, muss aber kritisch beleuchtet werden.

Anlässlich des Weltspartages stellt Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern fest: In Bayern gelten 1,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger als Arm. Kinderarmut hat daran inzwischen einen kritisch hohen Anteil. Nicht jeder Mensch ist dazu in der Lage, Geld anzusparen und für später zurückzulegen. Ein nicht vernachlässigbarer Teil der Gesellschaft ist gezwungen, Geld auszugeben, wenn es zur Verfügung steht, um sich über Wasser zu halten. Diesen Menschen gegenüber ist es geradezu zynisch, einen Weltspartag auszurufen.“

Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern fügt hinzu: „In Anbetracht der von Merkel diktierten und der CSU mitgetragenen rigiden Sparpolitik in Europa bekommt der Weltspartag eine ganz andere Bedeutung. Er fördert derzeit eine nicht hinterfragte gefährliche Akzeptanz für den Begriff des Sparens. Dass ein Sparzwang wie er von der CSU gerade proklamiert wird, den so genannten europäischen Süden vor unlösbare haushälterische und soziale Probleme stellt, wird völlig unter den Tisch gekehrt. Gerade heute sollten wir auch darüber reden.“