Der Flüchtlings-Protestmarsch „Refugee Struggle for Freedom“ von Bayreuth nach München wurde heute in Freising von bayerischen Polizisten eingekesselt, die gegen sie mit äußerster Härte vorgingen, so dass einige von ihnen und ihren Unterstützerinnen und Unterstützern in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.

Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern äußert sich hierzu empört: „Die Flüchtlinge des „Refugee Struggle for Freedom“ kämpfen für ihr Recht auf menschenwürdiges Leben in Freiheit. Darauf reagieren die Sicherheitskräfte im Freistaat mit äußerster Härte. Schon seit Beginn des Protestmarsches ist dieser begleitet von Polizeikontrollen und Straßensperren, die mit der Begründung durchgeführt werden, die unsinnige Residenzpflicht durchzusetzen. Tatsächlich wird hier jedoch versucht, die Flüchtlinge massiv einzuschüchtern und zum Aufgeben zu bewegen.“ Auch Flüchtlinge müssen das Recht haben, ihre Meinung zu artikulieren.

Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern fügt hinzu: „Man könnte sich fragen, ob die bayerische Polizei wirklich nichts besseres zu tun hat, als sich Flüchtlingen, die friedlich für ihre Rechte einstehen, mit einer Überzahl an Einsatzkräften in den Weg zu stellen und teilweise gewaltsam gegen sie vorzugehen. Dazu kommt, dass die Einsatzkräfte mit den Flüchtlingen offenbar ausschließlich auf deutsch kommuniziert haben ohne sich um eine Übersetzung zu bemühen, was eine große Ignoranz zu Tage treten lässt. Das verstärkt den Eindruck, dass es sich bei dem Eingriff um keine notwendige Sicherheitsmaßnahme sondern reine Schikane handelt.“

Die GRÜNE JUGEND Bayern ist solidarisch mit den Flüchtlingen und ruft alle Menschen in Bayern dazu auf, die Flüchtlinge nach Kräften zu unterstützen. Kein Mensch ist illegal!