An diesem Wochenende hielt die Grüne Jugend Bayern (GJ Bayern) eine zweitägige Vorstandsklausur in Rottach-Egern am Tegernsee ab. Der Jugendverband befasste sich dabei mit der miserablen Lage der Partei, vor allem was die Jungwähler betrifft.

„Du darfst nicht, du sollst nicht…! Damit sind heute keine jungen Leute zu gewinnen. Die Jugendlichen wollen Antworten und Lösungen auf die Probleme von heute und morgen und nicht ständig den Grünen Zeigefinger sehen,“ so Ludwig Hartmann, Sprecher der Grünen Jugend Bayern. Hartmann weiter: „Wir werden an dem gemessen, was wir erreichen und nicht an dem, was wir alles verhindern. Es geht darum unsere Erfolge zu verkaufen, und dies nicht mit einer Miene, als wäre man selbst nicht davon überzeugt! Dabei haben wir durchaus Erfolge, nur werden sie meist nicht als solche verkauft.“ Die Junge Generation sieht die Grünen als Verbieterpartei, dies bestätigte die NRW Wahl aufs Neue. Die Grünen müssen die Lösungen in den Vordergrund stellen. Hartmann: „Grün muss mit Visionen und konkreter Politik begeistern“.

Die Grünen müssen auch endlich das Image der Technikfeindlichkeit loswerden. „Das haben wir nicht verdient, denkt man z.B. an das neue EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetze), hier fördern wir wahre Zukunftstechnologien, z.B.: die Solarenergie. Dass dies nichts mit grüner Spinnerei und nicht nur als Grüner Tupfer in der Regierungsarbeit gedacht ist, zeigt uns die Aktienentwicklung der betroffenen Firmen. Unter den Börsianern gehen bereits Sprüche um: nach Internet und Biotechnologie wird Ökologie der nächste Trend sein,“ so Hartmann. Durch die Einspeisevergütung von 99 Pfennig wurde ein regelrechter Solarboom ausgelöst, dieser schaffe Arbeitsplätze, vor allem auch im bayerischen Mittelstand.

Kommunalwahl 2002 – Keine Jugendquote!

Um junge Menschen für die vorderen Listenplätze zu motivieren, wird der Jugendverband in den nächsten Monaten mit einer Bildungsreihe auf die Aufgaben und Entscheidungskompetenzen auf kommunaler Ebene beginnen. „Wir wollen keine Jugendquote á la Söder,“ so Hartmann, „wir hoffen auf motivierte, kompetente Jugendliche, die bei den Listenaufstellungen überzeugen werden“.