Am Mittwoch, 27.3. findet der Document Freedom Day, ein Aktionstag für offene Standards und Informationsfreiheit statt, der von der Free Software Foundation Europe ins Leben gerufen wurde. ‚Offene Standards‘ beschreibt Formate zur Speicherung von Dokumenten, die öffentlich dokumentiert sind und so dafür sorgen, dass Dokumente auch dann noch von jeder und jedem gelesen werden können, wenn die Unterstützung eines Softwareherstellers abgelaufen ist.

Dazu erklärt Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern: „Immer noch wird in privaten und öffentlichen Stellen großflächig Software eingesetzt, die auf geschlossenen Standards basiert. Dadurch besteht der Zwang, bestimmte Produkte zu nutzen, um digitale öffentliche Angebote wahrzunehmen oder mit Dokumenten zu arbeiten. Dieser Zustand ist im digitalen Zeitalter nicht tragbar!“

„Um digital festgehaltene Informationen auch in Zukunft nutzen zu können, ist ein Umdenken erforderlich.“ ergänzt Sarah Wetzel, politische Geschäftsführerin der Grünen Jugend Bayern. „Die Grüne Jugend Bayern setzt sich dafür ein, dass Daten frei zugänglich und nutzbar sind. Um sowohl aktive als auch passive Teilhabe zu ermöglichen sind offene Standards wichtig und unumstößlich!“

Um dieses Anliegen zu fördern fordert die Grüne Jugend Bayern unter anderem, vermehrt offene Standards in Behörden einzusetzen, wie dies z.B. in München im Rahmen des LiMUX-Projekts statt findet. Ebenso fordert sie, in Schulen verstärkt mit freier Software umzugehen, um Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass es Alternativen zu den üblicherweise gebrauchten Microsoft-Produkten gibt.