Auch 2011 haben sich Tausende Bürger/innen den Nazis in den Weg gestellt. Der Naziaufmarsch konnte durch die friedlichen und entschlossenen Blockaden verhindert werden. Die Nazis haben es kaum in die Innenstadt geschafft und konnten auch nicht so viele Leute mobilisieren nach Dresden zu fahren. Die GRÜNE JUGEND war mit vor Ort und hat sich an den Blockaden beteiligt und damit zum Erfolg des gesamten Bündnis „Dresden Nazifrei“ beigetragen.

Dresden-Nazifrei
Ein schön zusammengestellter Bericht

Dresden-Nazifrei aus grüner Sicht
Jana Kehl, Vorsitzende der GJ München, und Gesine Agena, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, kommen in dem Video auch vor

Eindrücke von der GAJ Steiermark:

„Immer wieder Dresden nazifrei

Über einen erfolgreichen Protest gegen den größten Naziaufmarsch Europas

08:00 – in kleineren Gruppen ziehen wir Richtung der geplanten Sammelpunkte. Unsere Gruppe umfasst ca. 15 Leute, genug, um sich mal öfter kurz zu verlaufen. Immer wieder ereichen uns Nachrichten über zahlreiche Busse von Antifaschist_innen, die schon angelangt sind oder die sich (teilweise gegen hartes Eingreifen der Polizei) auf die Innenstadt zu bewegen. Am Ende werden es etwa 300 Busse gewesen sein, die nach Dresden kamen, um Dresden auch 2011 nazifrei zu halten.

An mehreren Stellen der Stadt errichten knapp 21.000 Menschen erfolgreich Blockaden, die einen Abmarsch der Nazis vom Hauptbahnhof unmöglich machen. Bei eisigen Temperaturen bleiben wir auf Brücken oder Kreuzungen nicht weit von der Dresdner „Altstadt“ stehen.
Die Polizei nimmt den Vorschlag, hart gegen die Protestierenden vorzugehen, leider sehr ernst. Einige Gruppen werden trotz Minusgraden mit Wasserwerfern von ihren Kundgebungsplätzen vertrieben. Wegen der Gegendemonstranten sei es der Polizei nicht gelungen, die genehmigten Neonazi-Veranstaltungen zu gewährleisten, erklärte Hanitsch, Dresdener Polizeipräsident. „Wir haben es nicht geschafft, diesen Auftrag zu erfüllen“, fügte er hinzu.

Davon lässt sich jedoch niemand einschüchtern. Wie letztes Jahr war es auch heuer motivierend zu sehen, wie anders Demonstrationskultur sein kann: Neben dem Punk mit Nietenhalsband gehen zwei alte Frauen, mit ihren Isomatten ausgerüstet und meinen: „Wir gehn hier nicht weg, sollen sie schon schauen, wenn sie den Nazis unbedingt den Weg freimachen wollen.“ Man hat schon das Gefühl, dass dieser Protest weit in die Bevölkerung hinein mitgetragen wird. Das führt zu Konflikten, zu Kompromissen, aber das Ergebnis war trotzdem beeindruckend. Die knapp 3000 Neonazis mussten verbittert den Heimweg antreten, viele haben es gar nicht in die Stadt geschafft.

Von dem, was da in Dresden passiert ist, können wir uns für österreichische Protestkultur einiges abgucken. Alleine das neben dem guten alten Demo-Techno auch Balkan-Beats und Kabarett Leute wie Konstantin Wecker auf der Bühne stehen, zeugt davon, dass sich da etwas in die Breite entwickeln lässt. So oder so ähnlich sollte es spätestens nächsten Jänner vor der Hofburg ausschauen.“ (Quelle:GAJ Steiermark – http://www.gaj-stmk.at/?p=1806)