Recherchen des SOKO Tierschutz haben aufgedeckt mit welchem Leid Tierhaltung auch beim Bio-Betrieb Hermannsdorfer Landwerkstätten verbunden ist. Der Betrieb galt bisher als Muster für Bio-Tierhaltung.
 

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, erklärt: Wir sind entsetzt über die Haltungsbedingungen in den Hermannsdorfer Landwerkstätten und kritisieren den Bio-Betrieb auf das schärfste! Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten anderes von einem Vorzeigebetrieb. Antibiotikaeinsatz im Alltag, extrem hohe Sterblichkeitsraten und unzählige wunde Tiere sind nicht hinnehmbar. Der Einsatz von Kastenständen ist sogar in der konventionellen Schweine-Haltung äußerst umstritten und wurde erst vor kurzem auf öffentlichen Druck hin beendet. Derartige Skandale sind ein herber Rückschag für die Idee der Bio-Landwirtschaft. Das muss Konsequenzen haben – sowohl bei Hermannsdorfer als auch bei staatlichen Vorschriften!“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Der aktuelle Fall zeigt, dass die Standards für Bio-Tierhaltung zu niedrig sind und hier dringend nachgebessert werden muss. Denn artgerecht ist nur die Freiheit! Wir fordern daher eine allgemeine Freiflächenpflicht für die Haltung von Tieren einzuführen, damit diese sich frei und in Tageslicht bewegen können. Außerdem setzen wir uns für das Ende aller staatlichen Subventionen für die Produktion tierischer Erzeugnisse ein. Der Staat darf Tierleid nicht auch noch finanziell fördern, sondern muss drauf hinwirken, dass eine pflanzliche Ernährung attraktiver wird.“

Mehr Informationen zu den Recherchen von SOKO Tierschutz erhalten Sie hier:
https://www.soko-tierschutz.org/de/news/366-hermannsdorfer-lügen-im-bio-märchenland.html