Zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November, erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern:

Gewalt an Frauen ist in Deutschland und überall auf der Welt Alltag. 40% der Frauen in Deutschland haben körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt, 13% der Frauen, also fast jede siebte Frau, gab an, strafrechtlich relevante Formen von sexueller Gewalt erlebt zu haben. Jede vierte Frau in Deutschland wurde bereits Opfer eines körperlichen oder sexuellen Übergriffen durch einen Partner. 40.000 Frauen fliehen in Deutschland jährlich auf Grund von Männergewalt mit ihren Kindern in ein Frauenhaus. Auch Zwangsprostitution, Frauenhandel, Zwangsverheiratungen und Vergewaltigungen sind leider keine Einzelphänomene. Gewalt an Frauen hat viele Gesichter und reicht von Stalking bis zum Mord.

„Wir müssen uns jeder Form von Gewalt an Frauen couragiert entgegenstellen! Schutzeinrichtungen und Beratungsstellen müssen finanziell besser ausgestattet werden, um im Ernstfall qualifiziert Hilfe leisten zu können und damit Frauenhäuser nicht mehr um ihre Existenz bangen müssen. Außerdem müssen Programme zur Gewaltprävention und für Zivilcourage an Bildungseinrichtungen ausgebaut werden, um das Problem bei der Wurzel zu packen, patriarchale Strukturen aufzubrechen und hierarchiefreie Geschlechterverhältnisse zu ermöglichen!“, fordert Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Marcel Rohrlack, frauen- und genderpolitischer Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern fordert: „Zu den besonders von Gewalt betroffenen Gruppen gehören Frauen mit Migrationshintergrund, Frauen mit Behinderung, Lesben, Transgender, Prostituierte sowie obdachlose oder inhaftierte Frauen. Auch Mädchen und ältere Frauen sind besonders schutzbedürftig. Darum muss das Schutzsystem interkulturell geöffnet werden und auf die spezielle Situation der mehrfach diskriminierten Menschen eingehen. Die bayerische Staatsregierung muss endlich Maßnahmen gegen diese Mehrfachdiskriminierungen ergreifen. Dazu gehört die Finanzierung von mehr barrierefreien Zufluchtsstätten und die Zugangsgewährung zu Frauenhäusern auch für Frauen ohne Aufenthaltsrecht!“.