Der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern erklärt zum Equal Pay Day am 23. März 2012:

Frauen verdienen in Deutschland immer noch 23% weniger als Männer. Das liegt unter Anderem an der Tatsache, dass Frauen doppelt so oft von Niedriglöhnen betroffen sind wie Männer, aber auch an strukturellen Diskriminierungen im Arbeitsmarkt. Frauen werden bei gleicher Qualifikation deutlich schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Diese Ungleichberechtigung gilt es endlich zu beenden!

„Der 23. markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen eigentlich weiterarbeiten müssten, um in einem Jahr ebenso viel zu verdienen wie ihre männlichen Arbeitskollegen.“, erklärt Miriam Werner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern. „In Bayern sind die Werte sogar noch schlechter als im Bundesdurchschnitt. Frauen und ihre Arbeit sind nicht weniger wert – nur gleicher Lohn bei gleichwertiger Arbeit ist echt gerecht!“.

Frederik Schindler, frauen- und genderpolitischer Sprecher der GRÜNEN
JUGEND Bayern, ergänzt: „Die Folgen des Gender Pay Gaps sind drastisch: Frauen erhalten deutlich weniger Rente als Männer – der sogenannte Gender Pension Gap liegt in Deutschland sogar bei über 59%! Daraus resultiert ein deutlich höheres Risiko für Altersarmut bei Frauen. Dass das Lohngefälle in keinem anderen europäischen Land sohoch ist wie in Deutschland ist erbärmlich und zeigt, wie wenig die Bundesregierung dagegen tut!“

Die GRÜNE JUGEND Bayern fordert die bayerische Staatsregierung und die Bundesregierung auf, endlich umfangreiche Maßnahmen gegen die Entgeldunterschiede zu ergreifen – dazu gehören zum Beispiel der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, die Aufwertung von typischen „Frauenberufen“, die Abschaffung des Ehegattensplittings und eine gesetzliche Frauenquote von 50% in Aufsichtsräten und Vorständen.
Außerdem müssen Gender Mainstreaming und Gender Budgeting konsequent umgesetzt werden: Alle gesellschaftlichen Vorhaben müssen zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen und geschlechtsspezifische Auswirkungen in der Haushaltspolitik müssen sichtbar gemacht werden.
Dafür werden wir am 23. März im ganzen Land auf die Straße gehen!