Am 21. März 2014 ist Equal Pay Day. Das ist der Tag, bis zu dem Frauen theoretisch weiter arbeiten müssten, nur um für das Jahr 2013 genauso so viel wie Männer bis zum 31. Dezember zu verdienen. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen bundesweit noch immer um 22% geringer ist als der von Männern. In Bayern liegt dieser Anteil sogar bei 25%.

Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern, stellt fest: „Frauen werden am Arbeitsmarkt strukturell diskriminiert. Zur Lohnungleichheit kommt hinzu, dass Frauen wesentlich häufiger ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder reduzieren, um Kinder zu betreuen oder ältere Verwandte zu pflegen. Das führt in Kombination mit prekären Beschäftigungsverhältnissen ohne Sozialversicherung in vielen Fällen zu Altersarmut bei Frauen. Diese strukturelle Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt wollen wir nicht länger hinnehmen. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit und das ein Leben lang!“

Marcel Rohrlack
, Frauen- und Genderpolitischer Sprecher, fügt hinzu: „Die Privatwirtschaft ist weiterhin oft reine Männerwirtschaft. Unternehmen müssen endlich offenlegen, wer wie viel verdient. Nur so können Frauen darauf verweisen und denselben Lohn fordern. Geschlechterspezifische Berufsgruppen sind ein Relikt veralteter Gesellschaft. Wir fordern die Landesregierung auf, sich für die endgültige Anpassung des Entgelts einzusetzen, um alle Berufsbilder geschlechterübergreifend attraktiv zu machen.“