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Datum/Zeit
21/04/2018
10:00 - 16:00

Veranstaltungsort
Grünes Büro Coburg


Passend zum „Coburger Convent“ veranstaltet der LAK Hochschule dieses Jahr ein Seminar zum Thema „Falsch verbunden – Burschenschaften und die rechte Szene“ in Coburg.

  • Wann: 21.04.18
  • Uhrzeit: 10- 16 Uhr
  • Wo: Grünes Büro Coburg (Steintor 1)
  • Ablauf:
    • 10:00: Begrüßung und Kennenlernen
    • 10:30: Workshop Ricarda Lang: Einführung zum Themenfeld Burschenschaften
    • 12:00: Mittagessen
    • 13:00: Workshop Eric Angermann: „Mit dem Aufstieg der AfD: Das (Wieder-)Erstarken der Burschenschaften“
    • 14:30: Diskussion zum Coburger Convent

Hier könnt ihr euch für das Seminar anmelden:

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Eure Fahrtkosten werden zum Bahncard-50-Tarif übernommen, Bayern-Tickets und günstigere Regionaltickets komplett.


Den ersten Workshop wird Ricarda Lang (Bundessprecherin GRÜNE JUGEND) halten:

Mensur, Couleur und Vaterland – Zur Kritik an Bräuchen und Ideologie von Burschenschaften und Verbindungen

Im Gegensatz zu Österreich spielen Burschenschaften und Studierenverbindungen in der politischen Debatte in Deutschland eine untergeordnete Rolle, für viele junge Menschen sind sie nicht mehr als ein vollkommen veraltetes Phänomen, das mit der Gegenwart nur wenig zu tun hat. Doch man muss nur mal eine halbe Stunde durch die Altstadt von Heidelberg oder Göttingen laufen, um zu sehen, dass Verbindungen auch heute noch Realitöt sind. Gerade in mittelgroßen Unistädten prägen sie sowohl Stadtnild als auch die Studierendenschaften. Und durch den Aufstieg der AfD gewinnen sie auch wieder an politischem Einfluss. In diesem Workshop wollen wir uns deshalb kritisch mit Bräuchen und Ideologie von Verbindungen befassen. Zunächst wird ein Überblick über das deutsche und europäische Verbindungswesen und die verschiedenen Arten von Verbindungen gegeben. In einem nächsten Schritt werden wir uns mit den politischen Überzeugungen der Verbindungen auseinandersetzen, ein besonderes Augenmerk soll dabei auf Frauenbild und Geschlechterverhältnissen liegen. Daran anknüpfend werden wir die ideologischen und organisatorischen Verflechtungen von verschiedenen Verbindungen mit dem rechtskonservativen Lager und der extremen Rechten betrachten. Abschließend werden wir gemeinsam diskutieren, wie wir als emanzipatorische Linke gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks umgehen können.

Den zweiten Workshop wird Eric Angermann halten:

Mit dem Aufstieg der AfD: Das (Wieder-)Erstarken der Burschenschaften

„Nach der Debatte um den sogenannten „Arierparagraphen“ spaltete sich die „Deutsche Burschenschaft“ (DB) in einen rechtskonservativen und in einen offen völkisch-nationalen Flügel. Der bekannteste und größte korporierte Dachverband, der selbst im studentischen Verbindungswesen seit jeher für seine äußerst rechten Positionen bekannt war und ist, schien nun dauerhaft geschwächt. Doch mit der politischen Etablierung der AfD sehen Burschenschafter neue politische Chancen – und zwar nicht nur in der DB, sondern auch in dem neuen, vermeintlich gemäßigten Dachverband „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“ (ADB). In dem Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, welche Hoffnungen Burschenschafter in die AfD setzen und welche Bedeutung Burschenschaften für die nun im Bundestag vertretene rechtsnationale Partei spielen (könnten).“

Anschließend wird es eine Diskussion zum Coburger Convent und eine Vernetzung im Hinblick auf die Gegendemo geben.

Wir freuen uns auf euch

Euer LAK Hochschule