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Datum/Zeit
11/11/2017
10:30 - 17:00

Veranstaltungsort
GRÜNES Büro Nürnberg


!!!Anmeldung per E-Mail an vorstand@gj-bayern.de!!!

 
Am 11. November laden wir euch ein zum Seminar des LAK Gender & Queer „Mein Bauch gehört mir! Pro Choice als Gegenstand feministischer Kämpfe“. Für das Seminar wird ein Teilnahmebeitrag von 5 EUR erhoben, von dem ihr euch aber unkompliziert befreien lassen könnt. Der Ablauf wird wie folgt sein:
 
10:30-11:00 Uhr: Anfahrt und Begrüßung
11:00-13:00 Uhr: Workshop I
13:00-14:00 Uhr: Mittagessen
14:00-16:00 Uhr: Workshop II
16.00-17:00 Uhr: Reflexion, Diskussion, Abschluss

17:00 Uhr: Abfahrt

 
Die Workshops werden Imke Schmincke, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der LMU München, und Johanna Warth, Referentin für Queerpolitik und Antidiskriminierung und Mitglied Koordinierungskreis Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, halten.
 
Workshop I:
Historische Perspektiven auf die Bedeutung des Kampfs gegen den § 218 und die Frauenbewegungen in Deutschland
 
Der Kampf für ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung war für die Emanzipation von Frauen zentral. Mit den Slogans „Das Private ist politisch“ und „Mein Bauch gehört mir“ kämpften Frauen darum, Fragen der Sexualität und Reproduktion autonom entscheiden zu dürfen. Diese Fragen hatten in der ersten und in der zweiten Frauenbewegung allerdings unterschiedliches Gewicht. In dem Workshop soll es primär darum gehen, die Bedeutung des Kampfs gegen den §218 und für ein Recht auf Selbstbestimmung mit Blick auf die erste und zweite Frauenbewegung zu rekonstruieren. Im Ausblick wollen wir dann auch diskutieren, welche Bedeutung das Thema körperliche und sexuelle Selbstbestimmung für gegenwärtige feministische Kämpfe hat.
 
Workshop II:
Sexuelle Selbstbestimmung im Kontext ethisch-moralischer Gesellschaftsnormen
 
In diesem Workshop geht es primär darum, was sexuelle Selbstbestimmung bedeutet und inwiefern sie ein gesellschaftlich umkämpftes Feld war und ist. Als zentraler Punkt der sexuellen Selbstbestimmung wird der Schwangerschaftsabbruch bzw. die rechtliche Situation darum beleuchtet. Dass es hier noch viel zu tun gibt, zeigt sich nicht nur an der seit Jahrzehnten unveränderten Rechtslage zum Schwangerschaftsabbruch, die schwangeren Personen keine Selbstbestimmung einräumt, sondern auch am konservativen und explizit antifeministischen Rollback, der sich in den letzten Jahren vollzieht. Dem müssen wir dringend etwas entgegensetzen und alle feministischen Kämpfe verbinden. Der Workshop eignet sich sowohl für Einsteiger*innen in diesem Themenfeld, gibt aber auch vertiefte Einblicke in die Schwangerschaftsabbruchthematik, weshalb auch Leute, die sich damit schon beschäftigt haben, noch Neues erfahren können.
 
Wir freuen uns auf euch!
 
Euer Seminar-Prepteam,
Karo, Mariella, Emma, Theresa und Anne