Frauenquote der Telekom – ein guter erster Schritt
Mit der systematischen Förderung weiblicher Talente bis hin zu einer 30% Frauenquote in Führungspositionen, wie sie am Montag den 15. 3. 2010 präsentiert wurde, nimmt die Telekom eine Vorreiterrolle für Gleichberechtigung ein. Die GRÜNE JUGEND BAYERN ist erfreut über diesen Vorstoß der Telekom, kritisiert aber, dass eine zielführende Umsetzung der Gleichberechtigung eine 50% Quote erfordert. 30 % sind aber ein guter erster Schritt auf dem Weg dahin.

„Es freut mich, nachdem wir uns auch dieses Jahr am Weltfrauentag stark für mehr Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen eingesetzt haben, endlich gute Nachrichten aus einem in Deutschland angesiedelten Unternehmen zu vernehmen“, meint Dimitra Kostimpas (Frauenpolitische Aktivistin der Grünen Jugend Bayern) und fügt hinzu: „Dass immer noch so wenige Frauen in Führungspositionen sitzen, zeigt, wie weit wir von wirklicher Gleichberechtigung entfernt sind. Quoten verhindern, dass Männernetzwerke, Vorurteile und Rollenverhalten Frauen von ihrem verdienten Erfolg abhalten. Dass die Telekom diesen Schritt geht ist ein guter Anfang. Ich bin mir sicher, dass die Quote eine Veränderung im Unternehmen bewirkt. Schließlich wollen Frauen nicht nur die alte Leier neu ankurbeln, sondern wirklich gestalten.“

Noch im Herbst letzten Jahres hatte die Telekom mit der Kampagne:„Millionen fangen an“ drittklassiges Greenwashing betrieben und versucht sich als modern, progressiv und umweltbewusst zu präsentieren, ohne wirklich Fakten zu schaffen. Das ist jetzt anders. Wenn auch noch etwas zaghaft, so geht der Schritt der Telekom doch in die richtige Richtung.

„Es freut mich, dass dieser Schritt von Personalvorstand Thomas Sattelberger präsentiert wird und nicht von der PR-Abteilung, “ meint Florian Sperk (Sprecher der Grünen Jugend Bayern) und fügt hinzu: „Der Frauenanteil bei den Dax-Unternehmen ist immer noch zu niedrig. Es ist an der Zeit, dass die Unternehmen endlich begreifen, dass Frauen in Führungspositionen den Unternehmenserfolg steigern, zu einem besseren Führungsstil und einem besseren Nachhaltigkeitsmanagement führen. Ich hoffe, dass die Politik dieses Beispiel aufgreift und sich an der 40% Quote orientiert, die in Norwegen für börsennotierte Unternehmen vorgeschrieben ist.“