Anlässlich der heute endenden Einwendungsfrist gegen die 3. Startbahn am Münchner Flughafen erklären die Grüne Jugend Freising sowie die Grüne Jugend München in einer gemeinsamen Verlautbarung ihre Ablehnung gegenüber dem Projekt. Seit Jahren wehren sich die Anwohnerinnen und Anwohner gegen die Expansionspläne des Flughafens, durch die ihre Gesundheit und ihr Lebensumfeld massiv beeinträchtigt würden.

Schon jetzt ist der Fluglärm in den Landkreisen Dachau, Erding und Freising allgegenwärtig. Wie wissenschaftliche Studien belegen, beeinträchtigt er die Gesundheit. „Der Ausbau des Flughafens bedeutet, dass viele Menschen noch größerem Lärm ausgesetzt sein werden, der ihre Gesundheit angreift und ihre Lebensqualität erheblich einschränkt. Schließlich kann der Lärm nicht einfach ausgesperrt werden“, sagt Max Breu, Vorsitzender der GRÜNEN JUGEND Freising. Neben der Gesundheit spiele auch der Umweltschutz eine wichtige Rolle. Breu führt weiter aus:„Es würde nicht nur vor Ort die Natur unter Beton verschwinden. In Zeiten des Klimawandels müssen wir über unseren Tellerrand hinaus blicken und können nicht verantworten, dass der Flugverkehr noch mehr zunimmt – wir müssen den CO2-Ausstoß senken und nicht noch mehr emittieren“.

Darüber hinaus birgt die 3. Startbahn auch wirtschaftliche Risiken, die alle Steuerzahlerinnen und –zahler direkt betreffen. Darum solidarisiert sich die GRÜNE JUGEND München mit dem Widerstand vor Ort. „Die 3. Startbahn wird ein Verlustgeschäft für die Gesellschafter der Flughafen München GmbH, zu denen auch die Landeshauptstadt gehört. Sie ist deshalb unsinnig und gehört als Projekt beerdigt!“, erklärt Jakob Hahn, Vorsitzender der GRÜNEN JUGEND München. Er erläutert: „Das vorgelegte Wirtschaftlichkeitsgutachten hält einer kritischen Betrachtung nicht stand. Das Eintreffen der Prognose setzt voraus, dass wir die kommenden Jahre konstantes Wirtschaftswachstum, gleichbleibende Ölpreise und steigende Passagierzahlen verzeichnen werden. Die letzten Jahre konnten wir entgegen der ersten Gutachten das Gegenteil beobachten: Wir erlebten eine Wirtschaftskrise und den Rückgang der Passagierzahlen.“

Aus Sicht der beiden Vorsitzenden ist daher die Richtung eindeutig: Die dritte Startbahn am Münchner Flughafen sollte als größenwahnsinniges Projekt schnell zu den Akten gelegt werden.