Am heutigen Donnerstag, den 5.11.2009, wurde die Münchner Akademie der Bildenden Künste spontan, friedlich und vergnügt von Studenten und Studentinnen besetzt. Der Protest schließt sich an die Besetzung der Universität in Wien an. Die GRÜNE JUGEND Bayern erklärt sich solidarisch und unterstützt die heutige Besetzung. Zusammen mit der GRÜNEN JUGEND München beteiligt sie sich an den friedlichen Protesten.

„Die spontane und friedliche Besetzung der Akademie der Bildenden Künste ist ein starkes Zeichen des wachsenden Widerstands gegen eine kurzsichtige, geistlose und geizige Bildungspolitik. Wir nehmen das nicht länger hin“, erklärt Florian Sperk (Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern) und setzt nach: „Erst heute musst ich wieder auf dem Boden in einem Vorlesungssaal sitzen, weil die Universität keinen angemessen großen Raum für die Vorlesung meines Dekans zur Verfügung stellt. Dafür zahle ich fast 600 Euro.“

„Es ist kein Zufall, dass die aktuellen Proteste an einer Kunstakademie begonnen haben. Im kulturellen Feld, das ohnehin ein Experimentierfeld zunehmender Prekarisierung darstellt, lassen sich die Effekte der neoliberalen Transformation in spezifischer Weise ablesen“, so die Diagnose der StudentInnen.

„KünstlerInnen und Kulturschaffende haben es heute besonders schwer, eine angemessene Ausbildung zu erfahren“, stellt Eva Pumpurs (Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern) fest und erläutert: „Die GRÜNE JUGEND Bayern kämpft für bessere Bildung und fordert die Abschaffung der Studiengebühren.“