Bildung ist und war für die GRÜNE JUGEND Bayern schon immer ein wichtiges Thema. Deshalb begleitet die GRÜNE JUGEND das geplanten Volksbegehren der Freien Wähler über die Einführung der Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 sehr genau. Dabei steht die GRÜNE JUGEND dem Willen der Freien Wähler kritisch gegenüber und fordert stattdessen die Einführung einer Gesamtschule.

„Für uns als Jugendpartei steht fest: Egal ob G8 oder G9, beide Systeme sind zwei Seiten der gleichen Medaille und mit unseren Vorstellungen einer besseren Schulbildung nicht vereinbar. Bildung und Wissen hängen immer mehr vom Geldbeutel der Eltern ab. Wissen ist aber so wichtig wie noch nie zuvor und darf kein Privileg darstellen. Obwohl pro forma alle Menschen die gleichen Möglichkeiten in unserem Schulsystem haben, zeigt die Realität ein komplett anderes Bild. Kinder von Akademiker*innen stellen immer noch den Hauptanteil der Studierenden an den Universitäten und profitieren auch schon im Schulalter von der Ausbildung und der finanziellen Situation ihrer Eltern,“ stellt Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern klar.

Der Sprecher Korbinian Gall, führt weiter aus: „Im gleichen Moment werden jedoch Schüler*innen aus sozial schwächeren Familien in der Schule nicht im gleichen Maße gefördert, sondern strukturell an ihrer Entwicklung gehindert. Deshalb fordert die GRÜNE JUGEND Bayern ein Gesamtschulsystem, in dem die Schüler*innen nicht schon nach dem 4. Schuljahr aufgrund ihrer Leistung zu diesem frühen Zeitpunkt sortiert werden. In diesem jungen Alter sind die Kinder noch nicht weit genug entwickelt, um ihre Fähigkeiten passend zu bewerten und damit ihre Zukunft im Bildungssystem zu beschließen. Stattdessen sollen alle Kinder bis zur 10. Jahrgangsstufe gemeinsam lernen, um sich danach entscheiden zu können, ob sie in eine Berufsausbildung einsteigen möchten oder einen akademischen Bildungsweg anstreben.“