Am 21. März ist Equal Pay Day. Bis zu diesem Tag müssten Frauen für dasJahr 2012 im Durchschnitt theoretisch noch weiterarbeiten, um dengleichen Lohn wie Männer zu erhalten.

Anlässlich dieses Tages veranstaltete die Grüne Jugend Bayern am21.03.2013 von 11:30 bis 13:30 Uhr am Richard-Strauss-Brunnen in Müncheneine Aktion. Es wurden dazu zwei Lostöpfe aufgestellt, bei denen die
Differenz zwischen den verschiedenen Gewinnwahrscheinlichkeiten demGender Pay Gap in der Realität entspricht. Dabei konnten diePassantinnen und Passanten Schokolade gewinnen.

Ein Bild der Aktion finden Sie im Anhang, wir können Ihnen gerne auchverschiedene hochauflösende Bilder zur Verfügung stellen.

Zum Equal Pay Day erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern:

„Frauen verdienen in Deutschland immer noch 22% weniger als Männer, siesind häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen ohneSozialversicherung angestellt und leiden vor allem wegen der genannten
Gründe mit einer höheren Wahrscheinlichkeit unter Altersarmut.“

Dazu meint Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern:“Frauen werden auf dem Arbeitsmarkt strukturell diskriminiert. Das’Risiko‘ durch die Geburt eines Kindes einen Arbeitszeitausfallhinnehmen zu müssen ist einigen Arbeitgeber*innen dabei wohl zu hoch.Frauen werden bei gleicher Qualifikation deutlich schlechter bezahlt alsihre männlichen Kollegen. Diese Verhältnisse gilt es immer wiederanzuprangern und zu bekämpfen!“

Ein weiteres Problem stellt der immer größer werdende Sektor dergeringfügigen Beschäftigungen gerade für Frauen dar. Der vermeintlichleichte Berufswiedereinstieg über so genannte 400€ Jobs wird für vieleFrauen immer wieder zur Falle und sie finden keinen Anschluss mehr ansozialversicherungspflichtige Beschäftigungen.

„Zusätzlich kommen Frauen im Durchschnitt auf einen Brutto-Stundenlohnvon 15,21€, Männer erhalten dagegen 19,60€ pro Stunde. Dabei ist daraufhinzuweisen, dass sich das nicht nur auf unterschiedliche Jobs, sondern
auf gleichen Job mit gleichen Qualifikationen bezieht. DiesenUnterschied wollen wir nicht länger hinnehmen! Ergänzt Florian Wilsch, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern. „Hier muss die bayerischeStaatsregierung und die Bundesregierung endlich umfangreiche Maßnahmengegen die gravierenden Lohnunterschiede ergreifen.“

Logische und zu oft praktische Konsequenz dieser prekärenArbeitsverhältnisse ist eine Altersarmut bei Frauen, die die der Männerstark übersteigt.

Korbinian Gall, frauen- und genderpolitischer Sprecher der GRÜNEN JUGENDBayern formuliert: „Wir brauchen einen weiteren Ausbau vonKinderbetreuungseinrichtungen anstelle des Betreuungsgeldes, einefinanzielle und gesellschaftliche Aufwertung typischer „Frauenberufe“,die Abschaffung des Ehegattensplittings und eine gesetzliche Frauenquotevon 50% in Aufsichtsräten und Vorständen, nur damit ist dieChancengleichheit für Frauen am Arbeitsmarkt zu gewährleisten!“