Die GRÜNE JUGEND Bayern kritisiert den Beschluss des bayerischen Kabinetts, das Betreuungsgeld als Landeszuschuss fortführen zu wollen, auf das Schärfste.


Theresa Eberlein, neu gewählte Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, kommentiert: „Das Betreuungsgeld sendet ein fatales Signal und unterläuft jegliche erreichte Gleichberechtigung und Chancengleichheit! Kinder sollten früh lernen, in einem sozialen Umfeld zu interagieren, um allen die bestmöglichen Bildungschancen zu bieten. Doch gerade an freien Plätzen in Kindertagesstätten mangelt es. Mit dem Betreuungsgeld wird versucht, von dieser Tatsache abzulenken. Die in die Herdprämie gesteckten Mittel sind definitiv an falscher Stelle investiert! Denn das Betreuungsgeld ist nur für Geringverdiener*innen im klassischen Familienbild interessant und schafft dabei völlig falsche Anreize. Alleinerziehende hingegen werden dabei völlig im Regen stehen gelassen.“

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, fügt hinzu: „Die CSU muss ihre konservativ ideologischen Spielchen auf Kosten von Kindern und Frauen endlich beenden! Das Betreuungsgeld baut auf das längst überholte und äußerst rückschrittliche Bild von zweigeschlechtlichen Paaren mit einem Mann als Alleinverdiener und einer Frau, die für Haushalt und die Kindererziehung zuständig ist. Wir brauchen keine einseitige Bezuschussung eines Lebensmodells, sondern Gleichberechtigung, echte Wahlfreiheit und einen schnellstmöglichen Kitaausbau.“