Der internationalen Frauen*kampftag am 8. März wird dieses Jahr bereits zum 107. Mal begangen: Denn immer noch werden Frauen* aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt, in ihrer sexuellen Selbstbestimmtheit eingeschränkt und sind in verantwortlichen Positionen in Wirtschaft und Gesellschaft sowie in Ämtern und Mandaten stark unterrepräsentiert.

Emma Richert, Frauen* und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Juristisch gesehen schreitet die Gleichstellung von Mann und Frau* voran, in der Realität sind wir aber noch erschreckend weit von echter Gleichberechtigung entfernt: Auch im Jahr 2018 werden Frauen* in ihrer sexuellen Selbstbestimmung eingeschränkt, wenn es beispielweise darum geht, öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren, dies aber aufgrund einer veralteten, unaufgeklärten und antifeministischen Rechtslage unmöglich ist. Und trotz einer Reform des Sexualstrafrechts werden weiterhin täglich viele Frauen* Opfer sexualisierter Gewalt. Dies dürfen wir nicht tolerieren und setzen uns weiterhin für ein Umdenken und die Rechte aller Frauen* ein – cause we are still loving feminism!“

Eva Lettenbauer, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Vor dem Hintergrund der Gleichberechtigung ist es ein fatales Zeichen, dass die CSU keine einzige Ministerin nach Berlin schickt. Der Versuch, diese Tatsache durch die Inszenierung von Dorothee Bär, die lediglich Staatsministerin im Kanzleramt werden soll, zu verschleiern, ist zu Recht gescheitert. 2018 muss es selbstverständlich sein, dass Frauen* gleichberechtigt mitbestimmen und entscheiden. Die CSU dagegen verharrt mit ihrer 100% Männerquote in der Vergangenheit. Auch im bayerischen Landtag sitzen nur 28% Frauen, deshalb machen wir uns für ein Parité-Gesetz stark. Ob in den Parlamenten oder in Ministerien, ob in Unternehmen oder Verbänden und Vereinen: Frauen* steht die Hälfte der Macht zu. Es ist höchste Zeit, dass das Realität wird!“