Zu den Ergebnissen der OECD-Studie zur Gleichstellung erklärt Anna
Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern:

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es in Deutschland immer noch an
einer echten Gleichstellungspolitik mangelt. Zwar sind in Deutschland
68% der Frauen erwerbstätig (mehr als im Durchschnitt der OECD-Länder).
Was das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen angeht, belegt
Deutschland aber lediglich den drittschlechtesten Rang. Der
Gender-Pay-Gap bei mittlerem Einkommen liegt mit 22 Prozent deutlich
höher als der OECD-Durchschnitt von 16 Prozent. Zudem sind gerade in der
Gruppe der 25- bis 54-Jährigen mit Kindern in Schule oder Ausbildung 62
Prozent der Frauen in Teilzeit beschäftigt, in Frankreich dagegen z.B.
nur 26 Prozent.“
Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern ergänzt:
„Die Zahlen sind erschütternd. Gerade an der hohen Teilzeitquote von
Müttern sieht man, dass es in Deutschland massiv an Möglichkeiten zur
Kinderbetreuung mangelt. Das Betreuungsgeld der CSU hat auch noch einen
weiteren Anreiz geschaffen, dieses System beizubehalten. Nachdem mit der
OECD Studie nun sogar internationale Kritik am Betreuungsgeld kommt,
sollte sich die Union endlich eingestehen, dass ihr Familienbild nicht
mehr in das 21. Jahrhundert passt. Es ist an der Zeit, flächendeckend
für KiTa-Plätze zu sorgen, anstatt alte, diskriminierende Traditionen zu
bewahren.“