Vom 8. bis 12. August kamen ca. 120 junge Menschen aus Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und der Schweiz zum Grünalternativen Sommercamp im oberpfälzischen Rettenbach nahe Regensburg zusammen. Unter dem Titel „Ausgegrenzt – Macht, Freiheit und Zwang zwischen Individuum und Gesellschaft“ konnte aus einem vielfältigen Angebot an inhaltlichen Workshops ausgewählt werden und Erfahrungen über Landesgrenzen hinweg ausgetauscht werden.

Viele Workshops beschäftigten sich mit einer ganz naheliegenden Frage, was ist Europa, und vor allem, wie sehen die Grenzen Europas aus. So wurde die Kritische Theorie mit der Forderung nach Bewegungsfreiheit, und Auflösung der Staatsgrenzen verknüpft und Schengen rekonstruiert.

Andere arbeiteten zu den Fragen, wo denn die Grenzen des Staats als Institution lägen, und ob Utopien politisches Mittel sein können.

Aber nicht nur solch abstrakte Grenzen wurden thematisiert. Der andere große Teil der Workshops versuchte persönliche Grenzen darzustellen und Ausgrenzungsmechanismen in unserer Gesellschaft zu beleuchten.

Neben der Vielfalt an inhaltlichem Angebot gab es auch immer wieder Möglichkeiten abzuschalten, sich gemeinsam auszutoben, und die schöne Umgebung in Rettenbach zu genießen.

Es gab Open Space Phasen, in denen alle Teilnehmer*innen selbst Aktivitäten anbieten durften, was sich großer Beliebtheit erfreute. Aber auch der Karaoke Abend, das Freiluftkino, und das obligatorische Lagerfeuer boten Freiräume für alle teilnehmenden, um gemeinsam Spaß zu haben, neue Menschen kennen zu lernen und Länderübergreifende Freundschaften zu schließen.

Vor der Abschiedsparty und dem am Morgen darauf folgenden gemeinsamen Aufräumen sorgte Daniel Kulla mit seiner Lesung aus seinem Buch in Entstehung „Leben im Rausch“ für einen letzten Höhepunkt.

Gemeinsam fuhren dann alle am Sonntag Mittag wieder mit dem Bus nach Regensburg, um sich von dort auf den Heimweg zu machen.

von Korbinian Gall

Einen Haufen Fotos gibt es unter: http://www.flickr.com/photos/junge-gruene/sets/72157631055938928/