Die GRÜNE JUGEND Bayern unterstützt den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Seit 1999 ist dieser von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt. Doch dieser Tag ist auch ein politischer Auftrag. Denn in Deutschland ist jede dritte Frau Betroffene von sexueller oder körperlicher Gewalt. Die Dunkelziffer ist wohl noch viel höher, gerade Betroffene von häuslicher Gewalt melden die Vorfälle oftmals nicht der Polizei.

Franziska Mack, Frauen- und genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern erklärt: „Die Anzahl bayerischer Frauenhäuser stagniert, obwohl die gemeldeten Fälle von häuslicher Gewalt seit 2005 um mehr als 50% angestiegen sind. Die CSU zeigt Betroffenen die kalte Schulter und sieht keine Erhöhung der finanziellen Unterstützung vor. Besonders Transsexuelle und Frauen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen sind von Gewalttaten bedroht und erfahren zu wenig staatliche Hilfeleistungen. Wir fordern die Staatsregierung auf, sich der Verantwortung endlich zu stellen und Schutzangebote auszubauen.“

Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern fügt an: „Der diesjährige Aktionstag stellt sich gegen sexistische, frauenfeindliche Werbung. Wenn wir Gewalt gegen Frauen strukturell bekämpfen wollen, ist das der erste Schritt. Frauen werden in der Werbung oft komplett objektifiziert. Dies senkt die Hemmschwelle der Täter. Daraus resultieren verheerende Verhältnisse. Frauen müssen mit blauen Flecken die erfahrene Gewalt nachweisen. So genannte „pick up artists“ machen eine Vergewaltigungskultur salonfähig. Wir sagen, es reicht. Es ist höchste Zeit, hier dem Vorbild Kalifornien zu folgen und die Regelung des „doppelten JAs“ einzuführen.“