Auch zum Beginn des neuen Schuljahres sind mit der Umstellung vom neunstufigen auf das achtstufige Gymnasium die Lehrpläne trotz Ankündigung nach wie vor nicht nennenswert entrümpelt worden. So müssen bayerische SchülerInnen nun in kürzerer Zeit mehr lernen, was den Druck – besonders auf lernschwächere Kinder – erhöht. Im nächsten Schuljahr müssen die Zehntklässer am Gymnasium innerhalb eines Schuljahres sowohl den Stoff der 10. als auch der 11. Klasse absolvieren. Dadurch bleibt in der Schule nur noch Zeit für oberflächliches Auswendiglernen auf die nächste Prüfung, statt für nachhaltiges Lernen durch Vertiefung des Stoffes, individuelle Förderung, Projektarbeit und soziales Lernen. Kultusminister Schneider hat die Möglichkeit und die Verantwortung, bayerischen Jugendlichen einen gerechteren Zugang zu Bildung zu verschaffen. Dazu müssten endlich die Lehrpläne entrümpelt werden und den SchülerInnen mehr Chancen auf individuelles Lernen zu geben. „Das Ziel sollte sein, die zentralen Inhalte zu vertiefen. Lehrkräfte müssten hierfür die Möglichkeit haben, Projekte wie Exkursionen und Teamarbeit durchzuführen. Dazu reicht es nicht, die Lehrpläne in kleinerer Schrift zu drucken!“ meint Landessprecherin Constanze Roth