Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, CSU, will weiterhin an der Rezeptpflicht für die „Pille danach“ festhalten. Die GRÜNE JUGEND Bayern hält dies für eine von Ideologie geleitete Aussage und fordert die rezeptfreie Abgabe.

„Die Beharrlichkeit, mit der sich die CSU gegen den Rat des Experten*innenausschusses für Verschreibungspflicht wehrt, ist erstaunlich. Weiterhin von ‚guten Gründen‘ zu sprechen, während dieses Fachgremium keine medizinischen Argumente gegen eine rezeptfreie Abgabe finden konnte, verkennt bewusst die Realität. Bleibt zu hoffen, dass in der morgigen Bundestagsdebatte die Sachargumente Vorrang vor ideologischer Politik haben“, so Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, führt weiter aus: „Die Politik hat kein Recht, in den weiblichen Hormonhaushalt hinein zu regieren. Wir kämpfen für das bedingungslose Selbstbestimmungsrecht der Frau. Die freie Entscheidung über eine eigene Schwangerschaft ist dabei eine elementare. Ein möglichst barrierearmer Zugang zur ‚Pille danach‘ muss gewährleistet sein. Droht eine ungewollte Schwangerschaft, so provoziert eine langwierige Prozedur unnötige psychische Belastungen.“