Am 3. Dezember findet der 2. Heimatkongress der bayerischen Grünen Landtagsfraktion statt. Die GRÜNE JUGEND Bayern hat auf ihrem Landesjugendkongress beschlossen, dass sie diesen Heimatkongress ablehnt.

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Der Begriff Heimat wird sehr stark von rechten Gruppen benutzt und transportiert ihre ideologische Vorstellung einer abgegrenzten Region, die fest zu einer Person dazugehört und nicht verändert werden kann. Ebenso ist er historisch durch völkische Bewegungen vorbelastet und dies lässt sich bei einer neueren Verwendung nicht einfach abstreifen. In der aktuellen politischen Debatte verwendet vor allem die CSU den Begriff Heimat, um sich damit konservativ darzustellen. Wir kritisieren, dass die Grünen nun durch die Verwendung des Heimatbegriffs ebenfalls versuchen besonders konservative Menschen anzusprechen!“

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Wir appellieren an die Grünen direkt anzusprechen wofür sie stehen und sich klar abzugrenzen von Gedankengut und Zielen, die sie nicht teilen. Wir schlagen vor Werte und politische Forderungen beim Namen zu nennen und nicht hinter dem Schleier des undefinierten Begriffes Heimat zu verstecken. Dann entstehen keine ungewollten Ähnlichkeiten, sondern das Parteiprofil wird geschärft und fremdenfeindliches und rechtes Gedankengut wird nicht salonfähig gemacht.
Im Einsatz für Umweltschutz, eine Gesellschaft ohne Diskriminierung, globale und soziale Gerechtigkeit und vieles mehr dürfen keine Umwege gegangen werden!“

Den Beschluss der GRÜNEN JUGEND Bayern zum Heimatkongress der Grünen finden Sie hier: https://www.gj-bayern.de/wp-content/uploads/2016/12/2016_10_muenchen_stillnotlovingheimat.pdf