Heute, am 20. Juni, ist der Internationale Tag der Flüchtlinge. Nirgendwo in Deutschland ist die Lage der Flüchtlinge so schlecht wie in Bayern, wo sie mit Lagerpflicht und Residenzpflicht zu kämpfen haben.
„Die Lagerpflicht führt dazu, dass Menschen mehrere Jahre in Massenunterkünften, häufig im bayerischen Hinterland dahin vegetieren. Die Lager machen krank, sowohl psychisch als auch physisch. Dank der Residenzpflicht sind die Flüchtlinge gebunden an ihren Landkreis und dürfen diesen nicht verlassen. Ein Verstoß gegen dieses Gesetz führt zu jahrelangen Freiheitsstrafen und kriminalisiert die Flüchtlinge.“ erklärt Julian Kalks, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern.

„Die Bayerischen Zustände sind ein Skandal! Lagerpflicht und Lebensmittelpakete führen zu einer völligen Entmündigung der Flüchtlinge. Sie werden als Menschen zweiter Klasse behandelt. Wir fordern die bayerische Regierung auf, die Lager sofort zu schließen und eine individuelle Unterbringung zu ermöglichen und somit humane Bedingungen für den Aufenthalt zu ermöglichen.“ ergänzt Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern und fügt hinzu: „Das Ziel der Regierung ist ganz offentsichtlich: „Die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland“* soll durch die schlechte Behandlung der Flüchtlinge gefördert werden. Menschlichkeit ist den HardlinerInnen im Innenministerium ein Fremdwort. Die GRÜNE JUGEND Bayern steht für eine humane Asylsozialpolitik, wie sie heute trotz Regens um 14:30Uhr bei ihrer Aktion am Marienplatz demonstrierte. 15 Jugendliche traten symbolisch eine hohe Mauer aus Kartons ein um auf die Lager- und Residenzpflicht hinzuweisen und deren Abschaffung einzufordern.“

*Durchführungsverordnung Asyl der bayerischen Staatsregierung