Jugendverband der Grünen kritisiert Abstimmungsverhalten in Afghanistanfrage – Auf Drängen der Parteibasis beruft Bündnis90/Die Grünen am 15. September einen außerordentlichen Sonderparteitag zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan ein. Auslöser war das Abstimmungsverhalten der Mehrheit der grünen Bundestagsabgeordneten bei der Frage über die Entsendung von Tornadoaufklärungsflugzeugen nach Afghanistan. Mit Ekin Deligöz, Christine Scheel, Elisabeth Scharfenberg und Jerzy Montag haben auch vier bayerische Abgeordnete dem Einsatz zugestimmt. Der Tornadoeinsatz heißt gleichzeitig eine Erweiterung des deutschen Bundeswehrmandats auf den Süden Afghanistans. Auf dem letzten Parteitag in Köln hatte jedoch die Parteibasis sich klar in dem Beschluss „Grüne Friedenspolitik umsetzen – Für eine erfolgreiche Afghanistan-Politik“ gegen diese Ausweitung ausgesprochen. Wörtlich heißt es in dem Beschluss „Eine Erweiterung des Bundeswehrmandats auf den afghanischen Süden lehnen wir ab.“. „Es ärgert uns, dass in einer basisdemokratischen Partei die Mehrheitsmeinung der Mitglieder kein Gehör findet.“, so Christian Moravcik, Sprecher der Grünen Jugend Bayern. „Wir müssen uns gut überlegen, ob wir diesen Abgeordneten bei der Listenaufstellung zur nächsten Bundestagswahl nochmal das Vertrauen schenken werden.“, ergänzt Sprecherin Constanze Roth.